Archiv für März 2007
Samstag, 17. März 2007
In der Zeitung “Washington Post” vom 11.3.2007 fand ich ein gelungenes Portrait des Historikers Benny Morris (Link). Mit Pro et Contra, lesenswert. Geschrieben von Scott Wilson.
Ein Fragment daraus:
Despite his book’s critical success, which came mostly outside the country, Morris could not secure a university post in Israel after its publication. He announced in a 1996 newspaper interview his intention to leave for the United States.
Ezer Weizman, a hero of the 1948 war and Israel’s president at the time, summoned Morris to his office that afternoon. He asked him if he supported Israel’s right to exist as a Jewish state. After receiving Morris’s word that he did, the president arranged a post for him at Ben-Gurion University in Beersheba, where he lectures today.
Kommentare der Leser wirken beruhigend -alles wie immer, ich meine, die meisten sind antisemitisch, ohne das zugeben zu wollen. Den Pro-Israel-Schreibern ist Morris und seine Darstellung nicht zionistisch genug, den Pro-Palästinenser-Kommentatoren ist das alles die zionistische Propaganda pur usw.
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Donnerstag, 15. März 2007
Antisemiten schreiben besonders gerne Leserbriefe, Zeitungen können da nicht nein sagen. Heute sind bei der “Süddeutschen” gleich mehrere solche Texte erschienen, ohne Widerrede, ohne Gegenmeinungen. Darunter auch von den “guten Juden”, die rein zufällig immer dieselben sind.
Das sind Wellen des von der “Süddeutschen” installierten Skandals der Bischöfe. Wie lange wird die Zeitung das noch ausschlachten? Bei der “Berliner Morgenpost” gibt es auch zu naschen (Link):
Integration ist die wesentliche Aufgabe
Zum Artikel: “Zuwanderung: Zentralrat sieht Wortbruch” vom 12. März Der Zentralrat der Juden sollte mehr für das Miteinander deutscher Bürger jüdischen und anderen Glaubens oder Nicht-Glaubens tun. Das ist seine wesentliche Aufgabe, für die er nur Dank ernten kann. Mit Kritik hingegen sollte er sehr sparsam umgehen und nicht die Ablehnung unserer jüdischen Mitbürger herausfordern. Es sind viele Juden aus dem Ostblock in unser Land gekommen, die nicht selten überhaupt keine Herkunftsbeziehungen zu unserem Land hatten, aber sehr viel Hilfe erhalten haben und sich heute unter uns wohlfühlen.
Dr. Dankwart Peter, Zehlendorf
Auch heute hat sich die schweizerische Wochenzeitung “Zeit-Fragen” dem großen Thema gewidmet. Schon der Titel ist eine Perle für sich (Link):
Friedensbemühung der Deutschen Bischofskonferenz wird vom israelischen Botschafter gestört
Insgesamt findet die Zeitung den Platz für nicht weniger als drei Texte, denn die Empörung braucht diesen Platz. Zum Glück für die hier gepriesenen Zeitungen und auch für ihre “guten Juden” sind sie nicht alleine: Derselben Meinung ist auch die NPD in der “Nationalzeitung”. Dort sagt eine Rita Hoffmann fast das Gleiche wie eine inzwischen bundesweit anerkannte Berufstochter. Entschuldigung, wenn ich keinen Link gebe. Meine Leser können den Text bestimmt auch selbst finden, wenn sie möchten. Und dann - Guten Appetit! Und nicht vergessen - Hände waschen, ich meine - nach der Lektüre…
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Mittwoch, 14. März 2007
Die TAZ hat uns heute einen schönen Spruch beschert (Link). Eine freie Publizistin schreibt dort:
Das Wort zum Sonntag ist im allgemeinen kein Thema, geschweige denn eine Sendung, die größere Mengen von Libido bei mir freisetzt. Geht vermutlich vielen so.
So eine Libido muss nicht jeder haben. Ich hoffe, meinen Lesern geht es besser als Hilal Sezgin. :-)
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Dienstag, 13. März 2007
Die CDU in Bremen hat auf ihrer Tagung beschlossen, zu den Affenversuchen nicht mehr zu stehen (zum Beispiel, Link). Eine ernsthafte Entscheidung, die ganz bestimmt wahlentscheidend sein wird.
Die SPD in Hannover will Adolf Hitler ausbürgern (Link). Soll man über so viel politischen Unsinn lachen oder weinen?
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Montag, 12. März 2007
Soeben habe ich einen schönen Spruch auf der Startseite der Zeitschrift “Emma” online, Heft 2/07, gefunden (Link):
Zwei von drei Webloggerinnen sind Frauen.
Liebe FrauInnen! Ist das nicht schön?
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Sonntag, 11. März 2007
Die Werbung, die Heiko Flottau für das neue Buch von Ilan Pappe in der “Süddeutschen” geschrieben hat (Link), lässt mir noch keine Ruhe. Für die weitere inhaltliche Diskussion sind aus meiner Sicht folgende Beiträge wichtig:
- ein Artikel von Ephraim Karsh (”Were the Palestinians expelled?”, Link), in dem er die Umstände von 1948 in Palästina beschrieben hat;
- ein Interview mit Ephraim Karsh in der “Weltwoche” (Link), wo dieser sein neues Buch vorstellt;
- ein Streitgespräch zwischen Karsh und Pappe bei Sky News (Link). Lustig ist - nebenbei bemerkt - die Rezeption dieses Gesprächs durch Antizionisten (Link):
Karsh was arrogant and inarticulate, Pappe came out as a fine human being.
Auf mich wirkt das absolut anders: Karsh argumentiert, genervt von der Arroganz und Überheblichkeit seines Gegners, Pappe geht auf die Argumente gar nicht ein und lächelt nur milde.
Das alles gibt es bei Flottau selbstverständlich nicht - die vernichtende Kritik von Ephraim Karsh (Link) und Benny Morris (Link) an dem vorletzten Buch Pappes auch nicht. Noch mehr Hinweise auf Karsh gibt es in diesem Blog hier und hier.
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Freitag, 9. März 2007
Nach dem Vorbild der TAZ (Link) hat auch der “Tagesspiegel” einen Journalisten mit der Kippa durch die Hauptstadt geschickt, gar mehrere Tage. Der Unglückliche wurde nicht einmal angepöbelt. Sein Fazit: Es gibt keinen Antisemitismus.
Das Scheitern des Projektes ist seine zu frühe Freude: Antisemitische Leserkommentare holen da ganz exemplarisch nach (Link). Der Autor beteiligt sich nicht an der heißen Diskussion, wozu auch.
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Freitag, 9. März 2007
Schweres Kaliber kommt, wie bekannt, immer später. Drobinski hat in der “Süddeutschen” nicht genug Munition, um schärfer zu werden, und schildert ein rührendes Portrait des unschuldig leidenden Hanke. Die übrigen Medien sind mit der Selbstbeschwichtigung Lehmanns vollkommen zufrieden.
Eine mutige Wochenzeitung ist aber nicht so schnell zu stoppen. Die “Freitag” druckt (mit Kürzungen) einen Artikel von Amira Hass nach, der am 14.2.2007 in der “Haaretz” erschienen ist (selbstverständlich ohne auf die Quelle hinzuweisen), und benennt ihn dabei um. Die deutsche Übersetzung (Link) weicht sehr wenig von Original (Link) ab. Es fehlt das Wenigste - die Ausgewogenheit. Die wird von einigen Lesern bei der “Haaretz” nachgeliefert. Was die “Freitag” nicht wiedergibt, muss ich also zitieren:
What does Ms. Hass want? It sounds like she would like to go back to the days of Greater Israel after 1967, with Palestinians and Israelis moving around freely between Israel, Gaza, and the territories. Why did Israel introduce restrictions after 1991? Because of the first Intifada, which was started by Palestinians not happy with this state of affairs. At the time, very few Israelis supported the 2-state solution, preferring to live together, while most Palestinians wanted a state. 15 years of terror and agreements later, the Palestinians have refused a state(Camp David 2002)and want out when given one(Gaza), while Israelis are so desperate to get rid of the Palestinians that they built a fence and withdrew from Gaza just not to leave them anything to complain about. I repeat, what exactly does Ms. Hass suggest Israel do? 2 states for Jews ,who will need to passports in Gaza, and unlimited free movement for Arabs in Greater Israel? Have the guts to say so if that`s what you mean!
Nina
Amira,Amira when I came to Haaretz several years ago I was much more to the left and saw you as a star.Really you are in some ways.We need illumination of the truth.Magbifying the woes of the Palestinians is not a bad thing at all and Im not even asking you to make a balanced report.But SOMETHING about the relative
problems on the other side? SOMETHING??????
I havent read this article because its been a constant myopic story and Im not interested.
Lets get some relativity to your articles.
Ronnie Wolman
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Freitag, 9. März 2007
Die eine davon - ein Meinungsartikel von Stephan Hebel in der “Frankfurter Rundschau” (Link). Es geht dabei um den Pretzien-Fall und das Gerichtsurteil:
Es ist zu hoffen, dass das Urteil wenigstens diesen Nazi-Nachahmern im Miniatur-Format so weh tut, dass sie sich besinnen. Wären sie die einzigen, dann wäre die Sache damit erledigt. Aber leider ist rechtsextremes Gedankengut weiter verbreitet als nur in Pretzien. Es hilft nur eins: Die Politik und jeder Einzelne müssen endlich aufhören, das Problem zu dulden oder kleinzureden.
Die andere - drei Leserbriefe in der FAZ. Alle drei beziehen sich auf den unsäglichen Artikel von Konrad Löw (Link). Da lobe ich mir die Menschen, die sich dagegen stellen:
Persönliche Eindrücke
Wie in seinem 2005 erschienenen Buch “,Das Volk ist ein Trost’ - Deutsche und Juden 1933-1945 im Urteil der jüdischen Zeitzeugen” hat Konrad Löw wieder einmal alles zusammengesucht, was die Deutschen von ihren unter den Nazis begangenen oder geduldeten unmenschlichen Untaten irgendwie entlasten könnte (F.A.Z. vom 1. März). Was er jedoch anführt, sind keine empirisch ermittelten oder wissenschaftlich erarbeiteten Studien, sondern durchweg persönliche Eindrücke und Erfahrungen einzelner Menschen. Mit Leichtigkeit lassen sich ebenso viele, wenn nicht noch mehr Gegenstimmen anführen von jüdischen und anderen Opfern, die nicht die Solidarität und Hilfsbereitschaft von Deutschen erfahren haben, sondern im Gegenteil verraten und verkauft worden sind. Insofern sind und bleiben Löws Behauptungen eine Zumutung - nicht nur für die Opfer.
Ursula Homann, Arnsberg
Zeitzeugenberichte
Mit einigem Erstaunen habe ich den Artikel von Konrad Löw “Juden unerwünscht” (F.A.Z. vom 1. März) zur Kenntnis genommen. Eine historische Tatsachenbehauptung wie “Ausschreitungen gegen Juden fanden” in der deutschen Bevölkerung “außerhalb der NSDAP kaum Zustimmung” mit einer Aneinanderreihung von Zeitzeugenberichten belegen zu wollen, ist methodisch völlig unzureichend. Dass diese Erinnerungen von jüdischer Seite kommen, ändert nichts an der Unzulänglichkeit dieses Vorgehens - wer nur lange genug suchte, fände jede Menge Zeitzeugenberichte für die gegenteilige Behauptung. Für die Bearbeitung eines so wichtigen Themas ist methodische Phantasie erforderlich; mit Dilettantismus kommt man ihm nicht bei, mag er auch noch so belesen daherkommen.
Dr. Mark Spoerer, Tübingen
Speerspitze
Mit dem Abdruck des Artikels “Juden unerwünscht” (F.A.Z. vom 1. März) hat sich Ihre Zeitung zur Speerspitze des deutschen Revisionismus gemacht. Schon frühere Artikel wiesen in diese Richtung: polnische Vorbehalte gegenüber dem Bund der Vertriebenen wurden als pathologisch beiseite gewischt, die Restitutionsforderungen von Opfern des Nationalsozialismus und ihren Abkommen als gierig bekämpft und die Flächenbombardierungen durch die Alliierten als rachsüchtige Kriegsverbrechen verdammt.
Julian und Steven Arons, Frankfurt am Main
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Donnerstag, 8. März 2007
Auch die TAZ sammelt ihre Autoren für bestimmte Zwecke. Haben die da eine Kartei auf Abruf? Wie funktioniert das?
Wenn wir nur drei wortgewaltige Beiträge der gebildeten Philosophin nehmen, dann kann man schon sehen, wie diese Methode aussieht. Die Geltungssucht, vanitas vanitatis, sonst nichts.
Nach der Publikation “So ist die Israelkritik politisch korrekt” (Link) hätte ein normaler Mensch sich für immer aus dem Zeitungsgeschäft verabschieden müssen. Der Ton und die Intention des Textes sind so beschämend, dass einige Blogger fast ausser sich waren, am deutlichsten lisarosa (Link) und ulp (Link).
Vor zwei Tagen hat Charim ihr Expertenwissen auf dem Gebiet noch einmal bewiesen. Im Artikel “Emanzipation der Diaspora” (Link) hat sie den Juden weltweit erklärt, wie es bei ihnen aussieht und wie es weiter lang geht. Besonders entzückend finde ich ihre Feststellung, dass nach dem neuesten antizionistischen Manifest
sieht man, worum es letztlich bei dieser Auseinandersetzung geht: um die Definition dessen, was Judentum ist. Unabhängigkeit bedeutet in diesem Zusammenhang auch, den öffentlichen Organisationen die Definitionshoheit abzusprechen. In diesem Sinne kommt die britische Initiative, die mit ihrem Manifest auch ein - überlaufendes - Diskussionsforum eröffnet hat, der Gründung einer Gegengemeinde gleich.
Eine jüdische Gegengemeinde mit Harold Pinter an der Spitze, das möchte ich erleben. Liebe TAZ, bitte mehr solche Witze! Und bitte weiterhin die Philosophin einsetzen, allerdings besser kann sie über Uschi Obermaier und Paris Hilton dozieren (Link), ich glaube, das ist ihr Format - die beruflich geprägte philosophische Sprache und die Begeisterung für das Thema sind deutlich und versprechen eine neue Boulevard-Begabung. Eine TV-Karriere steht bevor, nicht wahr? Ach, wie nett!
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Donnerstag, 8. März 2007
Kein Tag ohne zwei oder mehr Beiträge über Juden oder Israel. So sieht ihre Mission die Süddeutsche Zeitung. Die letzten Publikationen sind besonders erfolgreich und werden uns eine Weile beschäftigen.
Zuerst hat Matthias Drobinski die Touristen begleitet - eine Gruppe von Bischöfe war froh, nicht alleine reisen zu müssen, und er war glücklich, eine der skandalträchtigsten Geschichten letzter Monate in die Welt setzen zu dürfen. So sind fast alle zufrieden. Nach seinem ersten Artikel (Link) konnte man schon ahnen, wie es weiter geht, und wir sind nicht enttäuscht worden: Im zweiten (Link) und im dritten (Link) Artikel haben alle ihr Fett abbekommen - Bischöfe, Israel, Zentralrat der Juden. Die Vorlage war da. Die Provokation wirkte sehr schnell. Der israelische Botschafter sowie der Zentralrat der Juden, mehrere andere politische Akteure haben reagiert, was wiederum die nächste Vorlage für die schon eindeutig antisemitischen Wortmeldungen lieferte, mit Moralkeule-Vorwürfen usw. Besonders effektvoll ist der Kommentar einer katholischen Netzseite (Link). Noch antisemitischer geht es kaum. Woraufhin einige kluge Leute die Hintergründe der Geschichte angesprochen haben. Darunter empfehlenswert sind der Beitrag von Ulrich W. Sahn bei n-tv (Link) sowie ein Meinungsartikel von Alan Posener in der “Welt” (Link). Zum Beispiel, Posener schreibt:
Wo also bleibt der Aufschrei unter Deutschlands Katholiken? Wo bleiben die klaren Worte der Evangelischen Kirche? Wie lange muss man auf die Distanzierung der Parteien warten, die sich christlich nennen? Und wie soll man das schallende Schweigen der anderen Parteien deuten? Wann endlich stellt die Regierung mit aller Deutlichkeit fest, dass diese Bischöfe mit ihrem boshaften Vergleich dem Ansehen Deutschlands in der Welt Schaden zugefügt haben?
Für meine Begriffe wurde dabei noch nicht der gesamte Potenzial erschöpft. Mal schauen. Drobinski selbst lehnt sich ganz zufrieden zurück und belehrt alle Akteure von hoher Kanzel (Link) aus, mit Hilfe von immer denselben allzubekannten “guten Juden”.
Die Süddeutsche legte inzwischen nach, mit einer Buchkritik, besser gesagt, Werbung für einen der antizionistischen Autoren aus Israel. Heiko Flottau stellt das Buch von Ilan Pappe vor (Link). Wie immer einseitig, wie immer ohne Erwähnung der Kritik, Widerlegungen und der eigentlichen Geschichtedarstellung. Israel mit seinen “Geburtsmakeln” wird verurteilt, die Süddeutsche weiß alles besser. Ein giftiger Kommentar dazu ist bei “Spirit of Entebbe” (Link) nachzulesen.
Es sieht langsam nach einer Verschärfung der Lage aus oder?
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Sonntag, 4. März 2007
Ein hervorragender Artikel von Moshe Sharon, leider in English (Link). Eine wahre Schule der arabischen Mentalität und Politik. Ich glaube, lesenswert nicht nur für Israelis…
Einige Fragmente daraus:
For a hundred years the Jews have been begging the Arabs to sell them peace, ready to pay any price. They have received nothing, because the Arabs have no peace to sell, but they have still paid dearly. It must be said in all fairness that the Arabs have not made a secret of the fact that what they meant by the word “peace” was nothing more than a limited ceasefire for a limited period. [...]
- Never be the first to suggest anything to the other side. Never show any eagerness “to conclude a deal.” Let the opponent present his suggestions first.
- Always reject; disagree. Use the phrase: “Not meeting the minimum demands,” and walk away, even a hundred times. A tough customer gets good prices.
- Don’t rush to come up with counter-offers. There will always be time for that. Let the other side make amendments under the pressure of your total “disappointment.” Patience is the name of the game: “haste is from Satan!”
- Have your own plan ready in full, as detailed as possible, with the red lines completely defined. However, never show this or any other plan to a third party. It will reach your opponent quicker than you think. Weigh the other side’s suggestions against this plan.
- Never change your detailed plan to meet the other side “half way.” Remember, there is no “half way.” The other side also has a master plan. Be ready to quit negotiations when you encounter stubbornness on the other side.
- Never leave things unclear. Always avoid “creative phrasing” and “creative ideas” which are exactly what your Arab opponent wants. Remember the Arabs are masters of language. Playing with words is the Arab national sport. As in the market, so also at the negotiating table, always talk dollars and cents.
- Always bear in mind that the other side will try to outsmart you by presenting major issues as unimportant details. Regard every detail as a vitally important issue. Never postpone any problem “for a later occasion.” If you do so you will lose; remember that your opponent is always looking for a reason to avoid honouring agreements.
- Emotion belongs neither in the marketplace nor at the negotiating table. Friendly words as well as outbursts of anger, holding hands, kissing, touching cheeks, and embracing should not be interpreted as representing policy.
- Beware of popular beliefs about the Arabs and the Middle East — “Arab honour” for example. Remember, you have honour too, but this has nothing to do with the issues under negotiation. Never do or say anything because somebody has told you that it is “the custom.” If the Arab side finds out that you are playing the anthropologist he will take advantage of it.
- Always remember that the goal of all negotiations is to make a profit. You should aim at making the highest profit in real terms. Remember that every gain is an asset for the future, because there is always going to be “another round.”
The Arabs have been practising negotiation tactics for more than 2000 years. They are the masters of words, and a mine of endless patience. In contrast, Israelis (and Westerners in general) want quick “results.” In this part of the world there are no quick results, the hasty one always loses.
Der Artikel von Moshe Sharon wurde am 5.10.2006 online gestellt. Immer noch kaum zitiert.
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