Von vielen verbreiteten Lügengeschichten der letzten Tage hat eine mich besonders erfreut.
Ellen Rohlfs, Übersetzerin und treue Mitkämpferin Avnerys, hat es geschafft, einen leider gekürzten Leserbrief in der „Nordwestzeitung“ unterzubringen. Das Land soll seine Heldinnen an der antisemitischen Front kennen:

Über die selbst gebastelten Raketen wurde schon genug geschrieben, über ihre Zerstörungskraft, wie auch über die viel stärkeren Raketen, die nach dem Sturm der Grenze zu Ägypten reingeschmuggelt wurden. Darunter Raketen russischer Konstruktion aus iranischer und chinesischer Produktion, mit der Reichweite bis zu 70 km.
Genug wurde auch über den Vorfall mit der sogenannten UN-Schule geschrieben. Über die Leichen von Raketenspezialisten, die namentlich genannt wurden. Die nach dem Abschuss ihrer Raketen direkt zurückbeschossen wurden und auf der Stelle getroffen (dies wurde auch von den palästinensischen Augenzeugen bestätigt). Über deren Munition, die anschließend explodierte und zum Tod der Zivilisten in dem Gebäude geführt hat. Ach was, das sind doch nur „Lügen“, sagt Rohlfs. Schön-schön.
Ein interessantes Element der Argumentation der Knallcharge von Expertin: „eine Übertreibung und gibt den Anschein, als ob es sich um gleich starke Gegner handeln würde.“
Seit wann muss ein Gegner mindestens gleich stark sein, um den anderen so zu schädigen, dass der verliert? Napoleon hatte die weitaus größere und modernere Armee, als er in Russland einmarschierte, aber er musste sich geschlagen geben. Die Amerikaner waren mit Sicherheit stärker als der Vietcong – und wer herrscht heute in „Südvietnam“? Alexander der Große hatte bei Gaugamela eine Armee, die nur etwa 20% der Größe der persischen hatte – und gewann eine offene Feldschlacht!
Was hat also „gleich stark“ mit der Möglichkeit zu tun, einen Feind zu besiegen? Der Hamas-Terror alleine kann genügen den Judenstaat zu besiegen, wenn Isarel sich nicht wehrt. Diese Frau ist entweder strunzdumm oder sie will uns für dumm verkaufen.