Sendungsbewusstsein

Kritische Auseinandersetzung mit den Medien

An was erinnert die Wortwahl der islamischen Organisationen in Deutschland? Freitag, 31. Juli 2009

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Heute bekam ich auf dem Umweg eine Petition der islamischen Organisationen (die Schura offensichtlich im Vordergrund) in Bremen und Niedersachsen. Ein merkwürdiger Text: Einerseits viel Ähnlichkeit zu den kampflustigen Produkten der kommunistischen Ideologie, andererseits enormes Selbstbemitleiden. Einerseits sehr aggressiv im Ton der Forderungen, andererseits völlig verzweifelt und unfähig in der Argumentation. Insbesondere unheimlich ist eine absolute Einseitigkeit und Unfähigkeit zur Selbskritik. Am Randes sei noch vermerkt, dass Stephan Kramer, der Generalsekretär des Zentralrats der Juden in Deutschland, als einziger Fürsprecher zweimal zitiert wird. Und nun einige Fragmente aus dem Aufruf:

Mit großer Besorgnis beobachten wir einen immer stärker werdenden antiislamischen Rassismus in
unserer Gesellschaft, in der die ganze Palette antiislamischer Ressentiments zum Ausdruck kommen! [...] Die Bundeskanzlerin und der Außenminister haben sich erst zehn Tage nach dem Mord an Marwa El-Sherbini dazu geäußert. Die Bremische Politik/Regierung hat, unserer Kenntnis nach, bisher überhaupt nicht auf dieses schreckliche Ereignis reagiert, oder den Kontakt zu den islamischen Organisationen gesucht. [...]
Marwa El-Sherbini ist das bisher tragischste Opfer rassistischer Agitationen gegen den Islam und die Muslime und insbesondere gegen muslimische Frauen und Mädchen, die tagtäglich Demütigungen, Beschimpfungen, Denunziationen und Diskriminierungen in unserer Gesellschaft ausgesetzt sind. [...] Der mit allen Mitteln geführte Kampf von Politkern für ein Verbot des Kopftuchs im öffentlichen Dienst oder die Diffamierung einer islamischen Identität durch die Verfassungsschutzämter ist das falsche Signal an die Gesellschaft und haben erheblich dazu beigetragen, dieses Klima des Hasses gegen den Islam und die Muslime zu schaffen. [...] Es drängt sich der Eindruck auf, daß die staatlichen Sicherheitsorgane insbesondere die Verfassungsschutzämter sich mit ihrer negativen Interpretationspraxis islamischen Handelns und Wirkens in der Gesellschaft, inzwischen auf die Bekämpfung einer selbstbewussten islamischen Identität und Stärkung von Vorurteilen gegenüber dem Islam konzentriert haben, um so ihre Daseinsberechtigung zu legitimieren. [...]
Die Verantwortungsträger aus Politik und Verwaltung aber auch „Intellektuelle“ wie Ralph Giordano und Henryk M- Broder, „profilierte“ IslamkritikerInnen wie Necla Kelek und Seyran Ates und die Vertreter des „investigativen“ Journalismus und der Sensationspresse, sollten sich darüber im Klaren sein, dass dieser „Kampf“ um die öffentliche Sichtbarkeit islamischer Religiosität, schlicht stigmatisierend ist und wegen der Dämonisierung durch Gesetz und Verwaltungsapparat erst den Weg für diese Gewalt und Diskriminierung ebnet. [...] Diese unheilvolle Entwicklung macht es notwendig konkrete Forderungen an die “tragenden” Institutionen der Gesellschaft zu stellen, deren Umsetzung von essentieller Bedeutung für die weitere Entwicklung und den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft sind:
Deutschland muss spätestens jetzt hart mit sich selbst ins Gericht gehen. Es gilt nicht nur, die Hetzer zu isolieren und zu bestrafen, sondern auch nachhaltige Aufklärungsarbeit zu leisten sowie das Wissen über die moslemische Bevölkerung, ihre Kultur, ihre Religion und ihre Bräuche zu verbreiten. [...]
Das Tragen des Kopftuches ist kein Zeichen der Intoleranz oder Abgrenzung, sondern Ausdruck des religiösen Bekenntnisses, mit dem die muslimischen Frauen bereit sind, sich aktiv in die Gesellschaft zu integrieren. Die steigende Zahl Kopftuch tragender muslimischer Frauen an den Hochschulen, Universitäten, im Arbeitsleben und auch im Schuldienst, belegt anschaulich, dass die Integration durch das Kopftuch nicht behindert wird. Gerade mit dem Kopftuch ermöglicht der Islam den muslimischen Frauen die Möglichkeit sich frei an gesellschaftlichem Leben, Politik, Bildung und Ausbildung, Arbeitsleben, usw. zu beteiligen.
Die Muslime haben für den geforderten Dialog ALLES getan was ihnen möglich ist. [...] Sie artikulieren Ihre Forderung nach gesellschaftlicher und politischer Anerkennung als Religionsgemeinschaft und Gleichstellung mit den Kirchen, was ihnen mit arroganten und fadenscheinigen Begründungen seit über zwei Jahrzehnten in Bremen verwehrt wird. [...]
Die Parteien müssen sich endlich auch in Bezug auf die Muslime und deren Integration in die Gesellschaft klar und deutlich erklären und die Belange und Forderungen der Muslime und ihrer Organisationen in ihr Parteiprogramm aufnehmen. [...] Den Beziehungen zwischen Staat und Muslimen muss eine beiderseits verbindliche und rechtliche
Grundlage gegeben werden. Eine vertragliche Vereinbarung würde beiderseits Rechtssicherheit schaffen: Sicherheit über die Anerkennung einer gemeinsamen Werteordnung, Sicherheit über institutionelle Anerkennung und gesellschaftliche Teilhabe. Das Projekt eines Staatsvertrages zwischen Senat und Islam, mit dem Ziel der Gewährung der Körperschaftsrechte, würde zudem deutlich machen, daß die Muslime ein integraler Bestandteil der Gesellschaft sind und helfen gesellschaftliche Fehlentwicklungen frühzeitig entgegenzutreten. Es kann sich zudem als Katalysator erweisen auf Gesamtlösungen gesellschaftlicher Probleme hinzuarbeiten.

UPDATE: Ein Kommentar von Eiken Bruhn in der TAZ ist gut ausgeglichen (Link).

 

In Bremen gibt es den Qualitätsjournalismus auch Donnerstag, 30. Juli 2009

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Thomas Spang hat im “Weser Kurier” Schirrmacher gemacht (Link):

Da die Blogger, Nachrichten-Aggregatoren und andere Trittbrettfahrer im Internet selten journalistische Eigenleistungen erbringen und damit auf die Vorarbeit der klassischen Medien angewiesen bleiben, verspricht der Vorstoß der Zeitungsseite mit dem weltweit größten Internet-Verkehr in der Welt Erfolg zu haben.

Es geht um die “New York Times” und um den “Weser Kurier” selbst. Der Leser kommt selbst zu der Feststellung, wer hier ein Trittbrettfahrer ist. :-) Gespannt sein kann man in diesem Sinne auch auf den bevorstehenden Online-Aufritt des “Weser Kuriers”… Auf die Kooperation mit der Touristikbranche insbesondere und weitere Auftragspublikationen zugunsten des Qualitätsmarketings… *g*

 

Leif Eriksson: ein Historiker, Germanist und Amerikanist oder ein linkssozi? Sonntag, 26. Juli 2009

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Im vorigen Beitrag ging es um die enorme Aktivität eines neuen Bloggers beim “Freitag”, der von seinen vier Beiträgen drei ein und demselben Thema gewidmet hat.
Jetzt möchte ich meine Leser um die Auflösung eines Rätsels bitten: Es gibt zwei Texte. Der eine ist bei der Frankfurter Rundschau online erschienen – als ein Blogkommentar (Link), mit der Einführung:
Kommentar von: linkssozi
Geschrieben am 25. Juli 2009 um 13:08 Uhr
Eriksson1
Der andere ist beim “Freitag” erschienen, auch ein Blogkommentar (Link), Kommentar N. 22662, mit der einführenden Zeile:

leif eriksson schrieb am 25.07.2009 um 13:11
Eriksson2

Da ich keine Unterschiede zwischen den beiden Texten finde, frage ich, ist das derselbe Autor? Wer ist er, ein linkssozi? Oder ein Historiker, Germanist und Amerikanist? Oder, um Gottes Willen, zwischen 13:08 und 13:11 ein Broderianer?

 

Broder versus Langer: Der Freitag weiss sich zu positionieren

Da Broder inhaltlich meist im Recht ist, kann man ihn nur aus der Sicht einer Klassendame mit Anstands- und Benimmvorwürfen angreifen.
Die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an Felicia Langer durch den grünen Bürgermeister Tübingens wird in die deutsche Geschichte eingehen als neue Stufe in der politischen und gesellschaftlichen Kampagne gegen Israel. Orwell lässt grüßen.
Broder versucht eine Gegenkampagne zu starten, das wird ihm selbstverständlich sofort vorgeworfen. Wie immer, Aktion und Reaktion werden ausgetauscht.
Nun mischt sich auch noch die Wochenzeitung “Freitag” ein, das wollen wir hier festhalten: Vor einigen Tagen bot sich wie gerufen die Gelegenheit an, Broder die eine Unanständigkeit vorzuwerfen. Im Netzwerk Achse des Guten wurde ein Kollege Broders, der Journalist Posener, vor die Tür gestellt, aufgrund einer Denunziation. “Der Freitag” hat daraus eine Story gemacht (Link), gemäß dem härteren Boulevard nach Jakob Augstein. Eine Schlammschlacht, in welcher Broder ganz gewiß nicht gut dasteht. Der Freitag wähnt sich dabei, sehr gut dazustehen.
Gestern abend hat der “Historiker, Germanist und Amerikanist” Leif Eriksson bei dem Freitag gebloggt (Link) und dabei einen Beitrag Broders aus derselben Achse einfach so komplett hineinkopiert und das ohne Verlinkung (auch gewiß ganz anständig). Dafür mit Empörungs- und Anstandsformeln, wie es sich gehört. Nur diesmal geht das in die Hose, weil diesmal geht es um Inhalte. Darin sagt der Oberbürgermeister Boris Palmer:

Sie tragen dazu bei, dass es in Israel keine kritische Debatte über die Politik des eigenen Staates geben darf.

Darum geht es, und das macht der Freitag mit. Das ist immer wieder dieselbe irre Überzeugung, man solle von Deutschland her Israel belehren und erziehen. Diese Erzieher wissen zwar nichts über die innere Situation in Israel, nichts über das Ausmaß der Debatten dort. Sie haben keine Ahnung davon, wie rückständig im Vergleich dazu die Kritikfähigkeit der deutschen Politik und Gesellschaft insgesamt ist, sie ereifern sich trotzdem oder gerade deswegen.
Boris Palmer ist für die Kritik unerreichbar, weil er sich im Mainstream der antiisraelischen Krankheit bewegt. Der Freitag macht daraus Boulevard, wie schon viele, die an der Provokationskunst Broders schmarotzen, ohne zu merken, wie sie nur sich selbst entlarven. So, wie Eriksson in seinen vier (!) Beiträgen Giordano und die jüdische Community behandelt, ist keine feine Art. Er ist nicht allein. Auch die Redaktion macht da gerne mit und greift Giordano an, in bester Bild-Manier (Link). Versteht Augstein der Jüngere das unter härterem Boulevard? Klar:

jetzt könnt ihr euch schön weiter über Giordano Bruno streiten und ihn verbrennen oder es bleiben lassen.
(In Wahrheit seid ihr, liebe Redaktion und liebe Community, in der Frage doch eh aller einer Meinung …)

Bon chance!
UPDATE: Nach dem vorläufigen Ende der Langer-Kampagne (Ralph Giordano hat seine Ankündigung zurückgezogen – er behält seine beiden Verdienstkreuze) lohnt es sich, Giordanos Text von 1991 (Link) noch einmal zu lesen. Literarisch etwas blaß, aber immerhin argumentativ und klar.

 

Wohin mit dem “Freitag”? Samstag, 25. Juli 2009

Neulich kam es in diesem Blog zu einem offenen und durchaus interessanten Austausch über die Hintergründe in der schönen neuen Medienwelt, speziell am Beispiel der Zeitung “Freitag”. Jetzt hab ich ein programmartiges Interview mit dem neuen Chef der Redaktion gefunden, der seine Arbeit als Investition versteht (Link). Sein Name ist Jakob Augstein, und er erzählt in dem Interview erstaunlich wenig über seinen Vater. Ich würde sagen, zu wenig Boulevard.

Sein Programm ist allerdings ein linksliberales Boulevard. Mit keinem Wort wird im Interview die TAZ erwähnt, seltsam. Dafür spricht er sehr viel über die “Bild”, und das mit Bewunderung. Weiter folgen Fragmente aus diesem Interview:

Die Leute haben relativ schnell begriffen, worum es hier geht, nämlich in Kontakt mit der Redaktion zu treten und sich über relevante gesellschaftspolitische Themen auseinanderzusetzen. Wir haben in dieser Community praktisch keinen Bedarf an ordnenden Maßnahmen. Es gibt keinen Stress, es gibt kaum Äußerungen, die rechtlich oder moralisch nicht gehen, wir müssen nichts herausfiltern – was ich verblüffend finde. Das zeigt auch, dass das Netz inzwischen ein zivilisierter Ort ist, wo Leute ganz normal zusammenkommen und anständig miteinander reden. Natürlich fetzen die sich manchmal oder wir fetzen uns mit denen. Das finde ich dann aber auch gut, weil ich Streit mag und diesen geradezu suche. [...]

Ich wette hier mit jedem: Das wird sich ändern, sobald die Neue Rechte sowie Vertreter aller extremen Positionen diese Community für sich entdecken. Der beschriebene Zustand spiegelt eine geringe Bedeutung der Seite im Netz.

Wir versuchen natürlich schon ein linksliberales Medium zu machen und in der politischen Berichterstattung andere Akzente zu setzen, andere Haltungen zu vertreten als das in den Zeitungen sonst möglich wäre. Viele Sachen, die wir über Außenpolitik, über Russland, über die Bewertung der israelischen Politik oder über die Ursachen der Krise schreiben, wären wahrscheinlich in anderen relevanten Zeitungen nicht druckbar, weil es im redaktionspolitischen Kontext nicht durchkäme. [...]

Ich befürchte, dass es hier um eine Selbsttäuschung geht. Die gemeinten Positionen entsprechen vollkommen dem Mainstream. Die Unterstützung der “gelenkten” Demokratie in Russland und Israel-Bashing sind nun mal Mainstream.

Wo ist denn der relevante publizistische Bereich am linken Rand? Der ist komplett leer, da gibt es nichts mehr. Wir haben dort nur noch irrelevante Zeitungen wie das „Neue Deutschland“ oder die „Junge Welt“, mit denen wir uns aber nicht vergleichen, weil sie anders funktionieren und ideologisch sind. Wir sind keine Ideologen. [...]

Jungle World und Konkret werden nicht genannt, hmm, warum nur?

Wir machen hier ja keine Ideologie sondern Journalismus, das unterscheidet uns vom alten Freitag und von den Zeitungen, die jenseits dieser Grenze liegen. Ich kann mit Springer völlig entspannt umgehen, auch mit irgendwelchen Industrieunternehmen, wenn sie bei uns Anzeigen schalten würden. Ich kämpfe nicht gegen Springer, wir kämpfen auch nicht gegen die Atomindustrie. Das ist nicht unser Job, wir sind Journalisten. [...]
ich bin ein großer Freund von Boulevard. Ich finde das wichtig und richtig und ich bedaure, dass es in Deutschland keine linke Boulevardzeitung gibt. [...]
Ich finde härteren Boulevard, so wie er in England praktiziert wird, besser. Dazu stehe ich. [...]

Wie war es mit “Vanity Fair” in Deutschland? Wie läuft es mit “Cicero”? Und noch einmal sei hier auch die TAZ erwähnt, auch deren Annäherung an die “Bild”, die schon einer Verschmelzung nahe kommt. Die Boulevardisierung ist die Losung. Sehr linksliberal, he-he.

 

Obamas Umfragewerten sinken, Witze dagegen…

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kommen öfter. Diese zwei sind gut:

 

Da kann man nichts gegen machen Donnerstag, 23. Juli 2009

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Eine verblüffende Feststellung nach der bekannten polizeilichen Aktion während der Mob-Demo in Duisburg. Wie in der Zeitschrift “Konkret” jetzt berichtet wird (Link):

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) hat die Mitglieder des Innenausschusses des Düsseldorfer Landtags aufgefordert, sich für die vorschnelle Vorverurteilung der Polizei im Duisburger Flaggenstreit zu entschuldigen. “Die Behauptung, das Abhängen von zwei israelischen Fahnen am Rande einer Demonstration Anfang des Jahres in Duisburg sei rechtswidrig gewesen, ist durch ein Rechtsgutachten widerlegt, das heute im Innenausschuß diskutiert wird”, erklärte der nordrhein-westfälische GdP-Vorsitzende Frank Richter. “Ich erwarte, daß sich die Innenpolitiker des Landtags, die nach der Demonstration von einem ›rechtswidrigen Polizeieinsatz‹ und einem ›schwarzen Tag für die Demokratie‹ gesprochen haben, bei den vor Ort eingesetzten Polizeibeamten entschuldigen.” Bereits unmittelbar nach der Duisburger Demonstration im Januar hatte Richter darauf hingewiesen, daß das Abhängen der israelischen Flagge zwar wegen des besonderen Verhältnisses Deutschlands zu Israel politisch problematisch sei, daß aber das Verhalten der vor Ort eingesetzten Polizeibeamten rechtlich einwandfrei gewesen ist. Ein Vorgehen der Polizei gegen sogenannte Nichtstörer kann bei Demonstrationen eine Alternative sein, wenn die Polizei sonst eine Eskalation der Gewalt nicht verhindern kann, erklärte Richter bereits im Januar. Das Verhalten der Polizei sei deshalb richtig gewesen. Zu diesem Ergebnis kommt jetzt auch das Gutachten, das der Bielefelder Rechtswissenschaftler Prof. Dr. Jürgen Vahle im Auftrag des Innenministeriums erstellt hat. Dort heißt es: “Das Eindringen in die beiden Wohnungen und die Sicherstellung der beiden israelischen Fahnen waren rechtmäßig.” Vahle sieht ausdrücklich auch die Voraussetzungen des polizeilichen Notstands erfüllt. “Die Polizei durfte wegen Alternativlosigkeit gegen die Nichtstörer einschreiten”, stellt Vahle fest.

Wie schön lässt sich so das eigene Versagen entschuldigen!

 

Obama in Cairo, Obama in Ghana Mittwoch, 15. Juli 2009

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Anne Bayefsky verglich Texte, die USA-Präsident an verschiedenen Orten vorgetragen hat (Link). Gute Arbeit. Es wird sehr deutlich, dass seine Berater und Redeschreiber etwas vergessen – nämlich, dass seine Reden gelesen werden, und nicht nur einmal. Die Doppelzüngigkeit ist offensichtlich – Obama redet jeweils das, was seine Zuhörer angeblich hören wollen. Hat er eine eigene Meinung? Eine eigene Politik? Oder nur zwei Teleprompter?

To the Arab and Muslim world he could have said: “Since the day of Israel’s birth Arab and Muslim countries have made conflict with Israel a part of life, warring over land and manipulating whole communities into fighting in the name of Islam to render the area Judenrein.”

Instead, he turned on the only democracy in the Middle East and said the presence of Jews on Arab-claimed territory–settlements–is an affront to be “stopped.” It didn’t matter that agreements require ultimate ownership of this territory to be determined by negotiation or that apartheid Palestine is hardly . [...]

Obama’s double-standard is not a victimless crime. The disparity between the scolding he gave in Ghana and the love-in he held in Cairo illuminates an incoherent and dangerous agenda.

 

 
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