Sendungsbewusstsein

Kritische Auseinandersetzung mit den Medien

Inge Günther mit der Hamas-Poesie Montag, 17. August 2009

Noch eine unermüdliche Hamas-Propagandistin bei der Frankfurter Rundschau. Trotz Dutzende der kritischen Berichte in der deutschen Blogosphäre. Inge Günther macht ihren Job, wir machen unseren. Zwei Realitäten. Die arme Leserschaft.
Nur einige Stellen, damit alles klar ist (Link):

Die Hamas funktioniert erstens als uneingeschränkte Ordnungsmacht und verfolgt vor allem nationale Ziele.

Geschickt formuliert: “nationale Ziele”. Ein Euphemismus für die “Vernichtung Israels”.

Schon aus Eigeninteresse gibt sie zweitens eine Art Bollwerk gegen den ultraradikalen globalen Dschihad ab. Eine Unterscheidung, die reichen sollte, um mit den palästinensischen Islamisten zu sprechen.

Nein, mit den Terroristen sollte man nicht sprechen, auch wenn eine nette Journalistin ihnen verfallen ist.

Der Hamas selbst scheint mehr denn je daran gelegen, aus der internationalen politischen Isolation auszubrechen. Seit geraumer Zeit kehrt ihre Führung, inklusive Exilchef Khaled Meschal, die pragmatische Seite raus. Sie signalisiert, dass sie sich mit einer Zwei-Staaten-Lösung arrangieren könnte, und richtet den Blick dabei nach Washington aus, weg vom Iran.

Das stimmt nicht, eine glatte Lüge.

Mit der Niederschlagung einer El-Kaida-Zelle hat die Hamas gezeigt, wo sie im Kampf gegen den globalen Terror steht – ein Angebot an Obama.

Sehr erfinderisch, ganz in der Logik der Hamas. Selbst darauf gekommen, Frau Hamas-Botschafterin?

Damit verknüpft ist allerdings auch eine Warnung, wohin es führen könnte, wenn sich der abgeschnürte, kriegszerstörte Gazastreifen weiter radikalisiert. Vielen jungen Militanten dort ist die Hamas längst zu lahm, zu etabliert. Wenn die Welt nicht reagiert, wird sie eines Tages noch die Hamas vermissen.

Stockholm-Syndrom? Aha. Was mich allerdings wundert, und das mit einer gewissen Prise Zinismus, warum die Hamas-Freundin eine ziemlich große Zahl der Toten und Verwundeten nicht extra beklagt? Haben sie etwa keine Menschenrechte? Sind es keine Palästinenser?

Ansonsten alles in Ordnung, Frau Günther? Wann verreisen Sie nach Gaza? Oder ist es in Jerusalem bequemer?

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2 Responses to “Inge Günther mit der Hamas-Poesie”

  1. heplev Says:

    Leute wie Inge Günther sehen die relative “Ruhe” zwischen Gazastreifen und Israel als Beweis dafür, dass die Hamas sich moderater gestaltet – ohne zu berücksichtigen, was die Terroristen sagen, wollen, anstreben, tun. Und ohne sich daran zu erinnern, was diese Zurückhaltung ausgelöst hat: Der Krieg vom Jahreswechsel.
    Dass das Vorgehen gegen die “al-Qaida-nahe Gruppe” nicht erfolgt, weil die noch radikaler sind als die Hamas, sondern weil die Hamas keine Opposition duldet, scheint der superschlauen Dame nicht plausibel zu sein.

  2. […] Inge Günther, Frankfurter Rundschau u.a. – Frau Günther ist eine der übelsten Schönmalerrinnen der Hamas, die ich kenne. Gerade erst hat sie wieder halluziniert, die Hamas bettle um Anerkennung des Westens und wolle Frieden. Weshalb? Weil sie die noch radikalere Jund Ansar Allah bekämpft, zeigt sie nach Meinung Günthers, dass sie sich gegen den internationalen Terror stellt. Dass die Hamas die Konkurrenz niedermacht, weil sie keine Opposition duldet, scheint der Superschlaumeierin entweder nicht plausibel oder sie kommt erst gar nicht auf diese Idee. […]


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