Sendungsbewusstsein

Kritische Auseinandersetzung mit den Medien

450 Tausend Palästinenser demonstrieren Montag, 28. Juni 2010

…und kein Wort wird darüber in Deutschland verloren. Warum? Ganz einfach. Weil sie sich diesmal über ihre in der Tat mißliche Lage in Libanon beklagen. Und das tun sie zu Recht. Schade, dass die deutschen Medien das ignorieren. Allerdings auch selbtsentlarvend ist das.
Übrigens sehr interessant ist es zu vergleichen, wie die Demo durch die Haaretz und durch den Daily Star geschildert wird. Unterschiede sind gravierend.

 

Mark Steyn: Gedanken beim Anblick eines jüdischen Friedhofs Sonntag, 20. Juni 2010

“The lesson of a jewish cemetery” – ein hervorragender Artikel von Mark Steyn, sehr lesenswert.
Zum Vergleich: Seit der Publizierung am 17.6.2010 sind mehr als 4500 Verlinkungen in English sichtbar, nur 1 (eins!) in Deutsch – bei der Achse des Guten.

 

Türkische Ex-Diplomaten kritisieren Erdogan Samstag, 19. Juni 2010

Filed under: Medien,Politik — peet @ 21:44 Uhr
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Die erste Kritik aus Türkei, klare Worte. Erdogan wird sich wohl ärgern. Gut. Warum so spät, warum so kleinlich, warum so wenig Resonanz?

 

Hannes Stein über Europas Zukunft Montag, 14. Juni 2010

Filed under: Deutschland,Geschichte,Islam — peet @ 7:25 Uhr
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Meine Schlussfolgerung: Wandert aus. Es lohnt den Streit nicht. Europa hat 1914 Harakiri begangen und sich 1933, damit der Selbstmord nur ja klappt, auch noch die Kugel gegeben, es hat alles in sich abgetötet, was gut, schön, zart oder einfach nur sonderbar war—dieser Kontinent ist nicht mehr zu retten. Nicht vor sich selbst. Wenn ihn die Muslime übernähmen (bitte, hier, ein Video, das Martin Riexinger mir geschickt hat), wäre das vielleicht noch das Beste, was ihm passieren könnte. [Link]

Eine neue Qualität. Wenn aber die Entwicklung das bestätigt, was dann? Ist das nur eine Meinung von dem, der selbst ausgewandert ist, oder eine treffende Analyse der Zustände?

 

Auch die FAZ sieht das ein Sonntag, 13. Juni 2010

Am 10.6.2010 hat die FAZ einen ruhigen und sachlichen Artikel von Joseph Croitoru publiziert. Darin sind die notwendigen Infos über die islamistische antisemitische Organisation IHH, über deren Unterstützer in der türkischen Regierung und deren Verbindungen zur Hamas aufgesammelt. Endlich ist ein Fachmann zum Schachzug gekommen. Irgendeine Reaktion der türkischen Community in Deuschland? Auu?

 

Die Gaza-Blockade funktioniert nicht!

Was ist das für eine Blockade, wenn der Hamas-Premier Hanija fast nur israelische Produkte auf dem Tisch hat? Nachdem die egyptische Seite den Durchgang zu Gaza eröffnet hat, kamen 9 egyptische Parlamentarier, allesamt von der Muslimischen Bruderschaft, nach Gaza. Sie wurden mit einem Festessen empfangen. Als sie auf dem Tisch israelische Gerichte und Produkte entdeckten, schrien sie Hanija an: “Shame on you!” (Link).

Das Leben erfindet Witze, wie sie kein Satiriker zustande bringen würde…

 

“We con the World” bleibt im Netz! Samstag, 12. Juni 2010

YouTube bleibt sich treu und macht bei der antiisraelischen Kampagne mit. Schon mehrere Videos wurden aus fadenscheinigen Gründen gelöscht, weil sie auf Israels Seite waren.

Der satirische Song “We con the world” – eine Parodie, die nach 2 Wochen schon von 3 Millionen Menschen angeklickt wurde, – soll nicht mehr bei YouTube erscheinen. Der Link führt ins Nichts, zum irren Texthinweis über die absurden Vorwürfe einer Rechtsverletzung, obwohl einige Kopien noch erreichbar sind.

Inzwischen sind weitere Kopien auch bei anderen Plattformen zu sehen, zum Beispiel bei Metacafe. Dort kann man auch die restlichen YouTube-Kopien sichten. Genauso bei dailymotion, die weiteren kommen bestimmt schnell nach. Einzelheiten lese man bei Caroline Glick nach, Kopienaustausch wird dort in den Kommentaren angeregt.

Schande über YouTube!

UPDATE: Weitere Kopien:

myvidster, Eyeblast,

 

Saudi Arabien erlaubt Israel, iranische Atomindustrie zu bomben

Filed under: Israel,Medien,Politik,USA — peet @ 5:50 Uhr
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Das hat Hugh Tomlinson vor 6 Stunden bei “Times online” geschrieben (Link):

“The Saudis have given their permission for the Israelis to pass over and they will look the other way,” said a US defence source in the area. “They have already done tests to make sure their own jets aren’t scrambled and no one gets shot down. This has all been done with the agreement of the [US] State Department.”

Im Artikel gibt es noch mehr Einzelheiten, es klingt glaubwürdig. Ansonsten zu schön um wahr zu sein? Ich glaube nicht, dass es so weit ist, angesichts der neuen geopolitischen Situation mit der Türkei, Hesbollah, Syrien, geschweige schon von der Hamas.

Interessant auch, dass die US-Google News die sensationelle Nachricht aufgenommen haben. In der deutschen Sprache kann man darüber immer noch nichts lesen.

 

Endlich korrekte Darstellung und angemessene Kritik Dienstag, 8. Juni 2010

Filed under: Deutschland,Die Welt,Israel,Medien — peet @ 13:26 Uhr
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… finde ich im Artikel von Clemens Wergin in der “Welt” von gestern. Auch wenn in den Kommentaren der antisemitische Mob tobt…

Fast alles stimmt, was Clemens Wergin schreibt. Ich würde nur zwei Sachen anders sehen.

Solange die Hamas in Gaza an der Macht ist, werden eine Seeblockade und eine scharfe Kontrolle der Grenzübergänge nötig bleiben.

De facto ja, aber de jure ist das anders – die Gründe für die Seeblockade heißen Korporal Shalit und alltägliche Kassamraketen.

Israel sollte aber die Bedürfnisse der Bevölkerung von Gaza stärker berücksichtigen.

Ich würde sagen – die Bedürfnisse der eigenen Bevölkerung stärker und weitschauender berücksichtigen. Ansonsten sehr gut. Warum nicht gleich so?!

UPDATE: Von Clemens Wergin ist noch ein guter Artikel mit dem wahren Titel “Israel kann nicht auf Fairness zählen” erschienen. “Die Welt” ist eine positive Ausnahme in der deutschen überwiegend antiisraelischen Medienlandschaft!

 

Hunger und Not in Gaza Montag, 7. Juni 2010

Filed under: Gaza,Medien — peet @ 10:01 Uhr
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Am 26.11.2009 haben arabische Medien eine Fotoreihe publiziert, um zu beweisen, dass die Hamas die gespendeten Gelder richtig einsetzt. Es ist also keine israelische Propaganda, sondern authentisch, liebe Leute!

 

Friedliche Aktivisten bei Reuters

Im Blog “Little Green Footballs”, den hoffentlich jeder kennt, wird die Manipulation eines Fotos durch Reuters aufgedeckt. Verwundungen, Blutspuren und das Messer wurden entfernt, damit friedliche Aktivisten weiterhin friedlich bleiben. Der mediale Krieg tobt!

 

Helen Thomas anders

Vor vier Jahren war ich von Helen Thomas, der Grand Dame der amerikanischen Journalistik begeistert (Link). Jetzt wurde ich des Besseren belehrt. Für ihren Aufruf, die Juden “zurück” nach Europa zu schicken (bei Youtube nachzuschauen), bekam sie ein ausdrückliches Lob von der Hamas. Das war’s also.

Ach ja, nachzulesen zum Beispiel bei der Huffington Post.

 

Endlösung beim “Freitag” Sonntag, 6. Juni 2010

Es ist Mode, bei den Online-Redaktionen Blogger anzusiedeln. Sie bringen Klicks, Ärger und neue Klicks. Die pseudolinke Boulevard-Zeitung “Der Freitag” hat seit einem halben Jahr u.a. zwei antiisraelische Blogger (vielleicht auch mehr, bitte im Zweifelsfall korrigieren), bei denen es so richtig zur Sache geht. Man versorgt einander mit antiisraelischer Propaganda, man hat keine Probleme mit antisemitischen Äußerungen. Für Aufruhr sorgen nur einzelne seltene Leser von draußen, die sich davor ekeln, mitzuschreiben. Manchmal können sie nicht anders und stellen sich gegen den Wahn der Antisemiten, werden aber sofort niedergemacht. Ganz einfach, die Kritik wird als Propaganda abgelehnt. So bleibt man unter sich und sagt, was man denkt. Das klingt dann genauso wie bei der Hamas und Hisbollah (Link Kommentar 129218 vom 6.6.2010 am 13:39):

israel in palästina hätte immer frieden haben können – allerdings um den preis seiner entzionisierung.

Wozu ich den Qualitätsjournalisten der “Freitag”-Redaktion herzlich gratuliere. Ich hoffe, das erfüllt den sehnlichsten Wunsch von Jakob Augstein nach Ruhm für sein Produkt. Ich jedenfalls sehe meine Meinung bestätigt.

 

Christian Stöcker blamiert den Spiegel

Der Artikel von Christian Stöcker (“Propaganda-Satire blamiert Israels Regierung”) von gestern hat viele erreicht, er wird viel verlinkt und getwittert. Er ist aber auch ein Beispiel für antiisraelische Propaganda und wird in diesem Sinne in die Geschichte der deutschen Journalistik eingehen.

Inzwischen weiß die Welt, wer die 9 Toten sind, die Opfer des eigenen Vorhabens auf dem Hauptschiff der “Free Gaza”-Aktion. Bei Stöcker sind die türkischen Islamisten weiterhin bloß “neun Passagiere”. Alle wissen: Die Flotte wurde mit dem Ziel geschickt, die Seeblockade zu brechen, d.h. als eine kriegerische Einmischung auf der Hamas-Seite. Bei Stöcker wird die “Hilfsflotte” “attackiert”. Die veröffentlichten Videos (sowohl von den in Beschlag genommenen Kameras des Schiffes und dessen Besatzung als auch der israelischen Marine) stellen den Ablauf und die Art der Konfrontation dar. Bei Stöcker “sollen” sie die Sicht der israelischen Armeeführung “zeigen”. Auch die Kontrolle über ein weiteres Schiff verlief nur “augenscheinlich friedlich”, nicht einfach friedlich, wie schon mehrere davor. Darüber darf der Leser nichts erfahren.

Die Satire des latma-Studios gefällt Christian Stöcker nicht. Das ist verständlich. Sie zielt auf den Jornalismus, wie er ihn betreibt, und trifft Christian Stöcker offensichtlich direkt. Das ist auch gut so.

Auch bei der Beschreibung der Inszenierung erwähnt er noch einmal Bilder, “die zeigen sollen, wie Israels Soldaten angegriffen wurden.” Nicht zeigen, sondern eben zeigen sollen. Feine Sache.

Weil Christian Stöcker daraus nicht mehr herausholen kann, greift er die Art der Verbreitung und der Finanzierung dieses Clips an. Nun sollte gerade er besser wissen, dass die eigentliche Verbreitung dieses Videos via Internet gelaufen ist und nicht durch die Empfehlung des israelischen Presseamts. Das kann er auch nicht zugeben, er muß eine Connection zwischen dem israelischen Militär und der amerikanischen Finanzwelt herstellen, das tut er.

Die Uno, der Menschenrechtsrat, viele europäischen Politiker stellen sich auf die Seite der Hamas, Christian Stöcker kann sich ganz sicher in dieser Mitte fühlen. Auch er hat mitgemacht.

Nur wird er nie an die journalistische Größe einer Caroline Glick herankommen, die er abwertend der “konservativen” “Jerusalem Post” ganz korrekt zuordnet. Sie ist eine hervorragende Kolumnistin. Er dagegen “soll” einen Journalisten zeigen.

Er wird sich wohl wundern, dass ein anonymer Autor der anderen Youtube-Satire unbekannt bleiben möchte. Dieser Passus ist bestimmt zu kompliziert für ihn. Ich meinerseits wende mich an die unbekannten Autoren dieses weiteren Clips mit dem Angebot, deren Arbeit gerne mitzufinanzieren. Einfach so, damit Christian Stöcker sich ärgert.

 

Mark Steyn über Europa heute

European Muslim populations are young, fast-growing, and profoundly hostile to Jews. European Jewish populations are old, fading, and irrelevant to domestic electoral calculations.

Und weiter:

NATO’s only Muslim member has decided it would rather be friends with Iran, Sudan, and Syria.

(Link).

 

 
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