Archiv für die Kategorie ‘Falschmeldungen’

Noch ein Beispiel von Manipulation mit Bildern

Freitag, 11. August 2006

Soeben - für meine Begriffe mit ziemlicher Verspätung - habe ich im Newsletter-Archiv der israelischen Botschaft eine Richtigstellung gefunden, die ich noch in keinem Blog gesehen habe (Link):

Aus einer ersten Untersuchung über den Schaden an Meereslebewesen geht hervor, dass die Bilder, die die Nachrichtenagenturen über verletzte Flugvögel verbreitet haben, gefälscht sind und aus dem ersten Golfkrieg (Kormorane) stammen. Nach der gleichen Information gibt es in der betroffenen Region auch keine Lebewesen, die von Erdöl (o.ä.) überzogen wurden.

Das bezieht sich auf die Kollateralschäden der Bombardierung Beiruts. In der Nachricht wird außerdem betont:

Angesichts von Meldungen über einen Ölteppich vor der Küste des Libanon möchten wir betonen, dass Israel im Rahmen der UNEP (Umweltprogramm der Vereinten Nationen) und der REMPEC (Regional Marine Pollution Emergency Response Centre) Hilfe leistet, um eine ökologische Katastrophe in der Region zu vermeiden.

Aus einer ersten Untersuchung geht hervor, dass es sich um einen Heizöl-Fleck handelt, der sich im Meer anders als Erdöl oder andere Brennstoffe verhält. Außerdem wurde mitgeteilt, dass die Ausbreitung des Flecks im Nordlibanon gestoppt wurde. Der Fleck bleibt an der Küste und verteilt sich nicht im Meer.

Diese Meldung stammt vom 8.8.2006 und wurde von der Botschaft am 10.8. verbreitet. Ich habe bis jetzt in einer einzigen Zeitung darüber gelesen, die aber erst morgen erscheint (”Die Presse” vom 12.8: Link). Auch in keiner Nachrichtensendung wurden die Bilder, die wir alle gesehen haben, dementiert.

Zwischen “Stern” und “EU Referendum”

Donnerstag, 10. August 2006

Die wichtigsten Fragmente aus der Stern-Publikation sind die folgenden (Link):

Keiner der anwesenden Journalisten oder Fotografen hatte den Eindruck, Teil eines Hisbollah-Schauspiels zu sein. Nick Blanford, seit zwölf Jahren im Libanon und für “London Times” und “Time” als einer der Ersten am Ort, sagt: “Die Rot-Kreuz-­Leute haben die Leichen nacheinander aus dem verschütteten Keller getragen. Am Anfang kamen die Ambulanzen gar nicht bis zum zerstörten Gebäude durch. Die Männer mussten die Leichen etwa 500 Me­ter weit tragen. Deshalb gibt es viele Bilder von Helfern mit Kindern auf dem Arm.”

Auch Tim Fadek, für die Agentur Pola­ris in Kana, konnte kein Indiz für eine
In­szenierung entdecken: “Alle waren aufge­regt, und es herrschte ziemliches Chaos. Als dann die Leichen aus dem Keller getra­gen wurden, waren auch die Sanitäter mit den Nerven am Ende. Wenn sie einmal ein Kind in eine Kamera hielten, dann nicht als Pose, sondern schlicht aus Ärger und Verzweiflung: Seht, was mit unseren Kin­dern geschehen ist!”

Das sieht ungefähr so aus:

Keine Inszenierung selbstverständlich. Diese 10 Fotographen sind nur ein bisschen aufgeregt. Das andere Fragment bezieht sich auf die Aussagen des “Helfers”:

“green helmet” heißt mit bürgerlichem Namen Salam Daher. Er ist 38 Jahre alt, lebt in Marjayoun, hat drei Söhne und ar­beitet seit 1986 für den libanesischen
Kata­strophenschutz. Er ist kein Mitglied der Hisbollah. Normalerweise hilft er bei Waldbränden, Verkehrsunfällen oder Na­turkatastrophen. Daher erfuhr er vom
Bom­bardement um ein Uhr in der Nacht, konnte aber erst morgens um sieben nach Kana fahren, da israelische Kampfjets die Straße beschossen. Vom stern zu den Inszenierungsvorwürfen befragt, sagt er: “Es ist lächerlich. Ich habe mehr als zehn Kin­der aus den Trümmern gezogen, bin am Ende ja fast selbst zusammengebrochen.
Überall waren Fotografen, man konnte kaum richtig arbeiten. Einmal habe ich ein Kind hochgehalten, damit alle ein Bild machen konnten - aber doch nur, damit ich danach Ruhe hatte, um weiter nach Überlebenden zu suchen!”

Die Videoaufzeichnung vom NDR, die von einem Kommentator des vorherigen Postings empfohlen wurde (Link), spricht eine andere Sprache. Eine bessere Widerlegung gibt es nicht. Ausserdem ist dieser einfacher Helfer, der mal da mal hier ein bisschen hilft, ganz anderes Kaliber und zwar

the civil defence chief in southern Lebanon (Link).

Ich glaube, die Aufregung kann man vergessen. Dieses Stern-Interview war nichts - keine Argumente, keine professionelle Arbeit. Die Enthüllung lässt sich nicht zu einer Verschwörungstheorie herunterspielen. Schließlich kann jeder die Fakten selbst sehen.

Wer übernimmt?

Mittwoch, 9. August 2006

Kollegen! Wer schafft es, den Artikel über den “Helfer” auseinanderzunehmen, den die Zeitschrift “Stern” morgen bringt? Laut der “Zeit” habe dieser

ein totes Kind für die Fotografen hochgehalten, um »endlich in Ruhe nach Überlebenden suchen zu können«.

Das hat er wie bekannt mehrere Stunden lang getan, nämlich zwei Kinderleichen abwechselnd mit dem anderen “Helfer” mindestens 6 Stunden immer wieder - in verschiedenen Posen und unterschiedlich gekleidet - hochgehalten und auf Befehl hin laut geweint, wenn die Kamera ihn groß erfasste.

Der “promovierte Jurist” mit Namen Florian Klenk - bei Wikipedia verewigt - hat den zitierten Satz geschrieben als eine hochgehaltene Invektive gegen Blogger, ohne zu erröten. Ich hoffe, er wurde nicht umsonst zum “Journalisten des Jahres” in Österreich ernannt.

Also, wer macht das?

Anmerkung: Alle Worte, die durch Anführungszeichen hier hervorgehoben wurden, wurden dadurch in Frage gestellt. :-)

Die “Süddeutsche” berichtet

Dienstag, 8. August 2006

In der heutigen Ausgabe gibt es folgende große Schlagzeile:

40 Tote bei Angriff auf Hula

Libanons Premier wirft Israel Staatsterrorismus vor

Online (seit dem 7.8. um 14:20) steht ein ganz anderer Text mit einem ganz anderen Titel (Link):

40 Tote bei Luftangriff,

Premier bricht in Tränen aus

Kein Dementi weit und breit, “ein entsetzliches Blutbad” wird ausgemalt. Der Israel-Korrespondent der Zeitung Thorsten Schmitz schreibt bei der SZ-Online (nicht bei der “Süddeutschen”!) dazu (Link):

Widersprüchliche Angaben gab es zu einem israelischen Angriff auf das südlibanesische Dorf Hula. Dabei seien bis zu 40 Menschen getötet worden, sagte der libanesische Ministerpräsident Fuad Siniora bei der Sitzung der Außenminister der Arabischen Liga in Beirut. Am frühen Abend dementierte der Regierungschef jedoch diese Zahl und verwies auf Polizeiangaben, die von einem Todesopfer sprachen.

“Widersprüchliche Angaben”, aha. Seit dem späten Montag, seit 23 Stunden (07.08., 18.00 Uhr) wissen alle, die Nachrichten lesen können, dass es nur ein Opfer gab, nur nicht die “Süddeutsche”, nur nicht ihr Israel-Korrespondent! Warum?

Weil die Zeitung sehr beschäftigt ist. Man muss Fotos sorgfältig auswerten und darf keine inszenierten “Kana-Massaker”-Fotos dabei auslassen (Link), auf kein Dementi reagieren und munter weiter Lügen verbreiten (Link):

56 Menschen wurden bei dem Luftangriff getötet - darunter 37 Kinder. Foto: dpa

Auf keinen Fall dabei einen Hisbollah-Kämpfer mit einer Waffe zeigen - nur israelische Soldaten, Waffen und ihre Opfer. Von 104 Fotos zeigen höchstens 4 Bilder verängstigte Israelis, mehr nicht.

Noch mehr beschäftigt sich die Zeitungsredaktion mit der Suche nach “guten Juden”, die Prantls Kritik (Link) bestätigen müssen. Und wie durch ein Wunder - so einer wird sogar im Zentralrat gefunden, sein interner Brief wird als pdf-Datei bereitgestellt, mit seinem Foto, seiner mailadresse und Telefonnummer, damit keiner zweifelt (Link). Der Mann redet blödes Zeug und ist genauso verängstigt wie schon zwei Frauen vor ihm, die die Zeitung sorgsam ausgesucht hat, damit Tony Judt nicht alleine da steht (siehe entsprechende Kategorien in diesem Blog). Sogar die solidarische Unterstützung seitens Avnery wird nicht verschwiegen. Unten steht der Link zum Artikel von Prantl!

Wenn man so ein Glück hat und schon drei deutsche Juden gefunden hat, die genauso wie Avnery und Avenarius denken, kann man sich denn überhaupt noch um die Genauigkeit kümmern? 40 oder 1 Opfer - wer will das noch wissen?

Krieg gegen Israel 11

Dienstag, 8. August 2006

Es gibt schon wieder mehr zu lesen. Zu der Reuters-Entlarvung der letzten Tage schreibt die “Investor’s Business Daily” in einem redaktionellen Beitrag mit einer Schärfe, die ich in der deutschen Presse kaum erwarte (Link):

Need a little anti-war, anti-Semitic buck-up? Try some Reuters coverage. The British news outlet will be only too happy to oblige. [...] Reuters’ explanation? “Photo editing software was improperly used on this image… We are sorry for any inconvenience.”

An apology to clients is nice. But what about an apology to Israel for employing staff members who are trying to inflame world opinion against a nation that is already globally hated? [...] Just one episode, some might say. Means nothing. But there’s a pattern:

• Thanks to the Powerline blog, we know that Reuters is either sloppy or has purposely used unaltered (we presume) photos to try, yet again, to cripple Israel’s self-defense initiative by exaggerating the damage.

On July 24 Reuters issued a photo of a damaged area in Beirut with the explanation that it was the result of “Israeli attacks on a Hezbollah stronghold.” Less than two weeks later, a photo dated Aug. 5 from the same damaged area but from a different angle shows a woman walking “past a building flattened during an overnight Israeli air raid on Beirut’s suburbs August 5, 2006.”

The photographer? Adnan Hajj, whose entire catalog of Reuters photos has been pulled by the news outlet. The agency also said it has “ended its relationship with Hajj.”

• Reuters has not admitted to any doctoring of photos regarding the site of Israel’s late July attack on Hezbollah in the Lebanese village of Qana. But the blogosphere is hot with charges that Reuters and others were duped by — or cooperated with — Hezbollah to stage the rescue and recovery of the Qana victims to stir up scorn for Israel.

The Reuters photographer this time? Hajj.

• Reuters has admitted that Hajj changed an image of an Israeli F-16 flying over Lebanon to make it appear the jet fighter dropped three flares rather than one.

• Fearing it will violate its commitment to accuracy and impartiality — which clearly are in question — Reuters refuses, as company policy, to use the word “terrorist” in news reports. Executives prefer that “individuals, organizations and governments… make their own decisions based on the facts.” But when Reuters provides the facts, reaching a reasoned conclusion becomes a difficult task. [...] Is Reuters a patsy or collaborator? Either way, it is helping the cause of terrorism and undermining civilization.

Unless it wants to become just another branch of Al-Jazeera, it had better make meaningful institutional changes soon.

Ich ergänze hier nur, dass ein Fernsehinterview mit dem Blogger Charles Johnson, der “Little Green Footballs” betreibt, bei CNN gesendet wurde (Link mit Videoaufzeichnung). Glückwunsch!
Viel widersprüchlicher ist der Artikel von Leon Wieseltier bei “The New Republic” (Link). Der Text steht seit dem 4.8.2006 online und ist offensichtlich unter einem großen Schock entstanden, als die ersten manipulierten Nachrichten über das “Kana-Massaker” kamen. Wieseltier glaubt den Nachrichten und moralisiert, dass es böse Sache ist, Kinder zu töten. Es wäre spannend zu erfahren, was und wie er jetzt nach allen Enthüllungen denkt. Vielleicht kommt da noch etwas. In diesem Sinne ist die Diskussion zu seinem Artikel lesenwert (Link). Besonders passend scheint mir aber der Beitrag von einem Ariel in einem zionistischen Blog zu sein (Link):

War is a dreadful thing. Human lives are lost, on all sides. Combatants, civilians, women, men, children–every lost life ends a world; every bomb which hits its mark costs the universe a soul.

And yet war, at times, is a necessity. “When you go to war,” the Torah says, recognizing that war is a part of life–or at least a part of life when there are other people out there whose ideology includes a call for your death and destruction.

In that regards, while we should constantly recognize the ugliness of war, and express our disagreement if we feel the war is no longer serving the ultimate purpose of the state–that is, the defense of its citizens–we must also recognize our duty to support the State and join in its battles when the very life of our people is in danger. Our people, yes–because our family comes first, no matter what.

In this regards, I find myself echoing Leon Wieseltier who writes in the New Republic:”I am not trying to talk myself into accepting the deaths of the children of Qana. I am trying to talk myself into not accepting them, whatever that means. But it isn’t working. I see no escape from the distinction between moralism and morality. Moralism is a denial of the actual conditions of moral and historical action. It is a way of protecting morality from the knowledge of the world. Whether or not this sounds complacent, I believe it.”

May we have the peace of mind to wrestle with these issues this Shabbat, and may the ideologies of hatred–those calls for the destruction of entire peoples and elimination of entire states–be wiped from the map, so that all human beings find peace in the coming days and weeks.

Das klingt für mich authentisch und würdevoll. Der streitbarste Artikel kommt von Stephen Plaut und zeigt, wie sich der laufende Krieg auf die innere Debatte in Israel auswirkt (Link). Der Text ist nichts für schwache Friedenskämpfer. :-) Besonders die 40 Thesen, wie zum Beispiel:

15. Much of the world has no qualms seeing Jewish civilians murdered by terrorists.

17. Israeli niceness and flexibility fan anti-Semitism.

18. Arab terrorists do not morph into statesmen.

26. Those who claim that anti-Zionism is different and distinct from anti-Semitism tend, on close inspection, to be anti-Semites themselves.

28. “Palestinians” are not a nation in any true sense of the term and never were. They are simply Arabs who happened to migrate to Western Palestine. They have no “right” to statehood.

33. Palestinians are the Sudeten Germans of the Middle East.

34. There are no non-military solutions to the problem of terrorism.

35. One can only make warwith one’s enemies. One can only make peace with one’s defeated enemies.

36. There are no significant differences between the agenda of the PLO and the agenda of Hamas and Hizbullah.

37. One cannot make peace by pretending that war does not exist.

38. One cannot buy off anti-Semites and Islamofascists with trade concessions and subsidies.

39. The only way to stop terrorism is to kill terrorists.

40. No terrorist has ever murdered anyone after he was executed.

Einiges davon wird sicherlich die Hauptrichtung der künftigen Diskussionen innerhalb der  israelischen Gesellschaft bestimmen.

Die Photo(shop)kunst

Montag, 7. August 2006

Einen anderen Poeten des “Kana-Massakers” hat es erwischt. Adnan Hajj wurde vorläufig suspendiert, weil eines seiner Photos als mit Photoshop nachbearbeitet entlarvt wurde. [UPDATE: In der Meldung um 18:20 hat die Reuters verkündet, alle 920 Fotos von Hajj aus ihrer Datenbank zurückgenommen zu haben. Zwei seine Fotos sind retuschiert worden. Link. Die Geschichte mit dem zweiten Foto ist auch lesenswert (Link).] Die Fotos sehen so aus:

Das “Original”. Die Unterschrift lautet:

KILL OF THE PREVIOUS VERSION. Smoke billows from burning buildings destroyed during an overnight Israeli air raid on Beirut’s suburbs August 5, 2006. Picture taken August 5, 2006. REUTERS/Adnan Hajj (LEBANON)

Und so sah die Fälschung aus:

Die Zusammenfassung der Beobachtungen brachte die israelische Nachrichtenagentur ynetnews (Link). Eine ausführliche Analyse hat der Blogger Jeff Harrell unternommen (Link). Er kommt zum Schluss, dass das “Originalfoto” aus einer anderen Perspektive aufgenommen wurde als die Fälschung und somit nicht das ist, wofür es ausgegeben wird.

Zum Beweis bringt er beide Fotos zur gif-Animation zusammen, bei welcher verschiedene Perspektiven sichtbar werden:

Er beschliesst:

Obviously the photo was faked. Obviously Adnan Hajj is a damn liar. We know these things, and in a way that’s all we need to know.

But there’s one more thing I’m curious about. Looking at the original photo, the corrected one that Reuters ran this morning … what’s wrong with it? It looks like a perfectly good photo to me. Did Adnan Hajj just want more? Did he just want more smoke in the air? Did he want the sky to be blackened with the soot of burning buildings? What was he thinking?

I’ll probably never know. And even if I knew, I don’t think I’d never understand.

Zum Vergleich bringe ich noch ein Foto, vom 26.7.2006. Dieselbe Vorstadt, von einem anderen Photographen an einem anderen Tag, bei einem ähnlichen Beschuss aufgenommen:

Die Unterschrift lautet:

Smoke from fires continuing to burn after Tuesday’s Israeli bombardment drifts over the southern suburbs of Beirut, Lebanon Wednesday, July 26, 2006. Hezbollah fighters battled Wednesday to stop Israeli forces from capturing the town of Bint Jbail in south Lebanon, in the heaviest fighting of Israel’s two-week offensive. (AP Photo/Ben Curtis)

Diese Geschichte erzählt über die schöne neue Welt und die Medienmanipulation. Im Vergleich zu den Inszenierungen Pallywoods ist sie noch harmlos und leicht zu entdecken. Wie viele werden wird noch erleben?

Unausgewogen oder einseitig?

Samstag, 5. August 2006

Die Zeitung “Freitag” kann sich kaum zurückhalten und druckt gleich mehrere “israelkritische” Texte. So gleich zwei Beiträge von “guten Juden”, die nichts damit zu tun haben wollen, was Israel macht. Die intellektuelle Qualität der Ratschläge ist sehr hoch, buchstäblich hoch:

Israel ist frei, eine meinetwegen bis zu 100 Meter hohe Mauer entlang der eigenen Grenze von 1967 zu errichten.

Soviel zur Selbstverteidigung vor Raketen.

Noch besser ist es mit dem inzwischen berüchtigten Aufruf von Chomsky, der seit Tagen im Internet kursiert. Alan Dershowitz hat zahlreiche Lügen dieser unfreiwilligen Selbstparodie schon am 25.7.2006 auseinandergenommen, doch will die “Freitag” den Beitrag zum Frieden noch einmal auf Deutsch unterbringen. Die Lügen sind nie zu spät zu wiederholen, wenn man betoniert ist. Die Liste der Unterzeichner möchte man im Gedächtnis behalten - so viel Idiotie hätte man den zum Teil bekannten Schriftstellern nicht unterstellt, doch haben sie selbst signiert.

Dreimal Israel-Bashing - ist das unausgewogen oder einseitig?

Krieg gegen Israel 9

Dienstag, 1. August 2006

Es folgen mehrere PR-Kampagnien in der Pallywood-Manier, und alle erfolgreich. Die neueste scheint das “Kana-Massaker” zu sein. Die falsche Zahl der Opfer (nachweislich 28 Menschen sind durch den Roten Kreuz geborgen, berichtet wird 50-60), die falsche Uhrzeit und die bis jetzt unklare kausale Verkettung (der Raketenbeschuss durch die Hisbollah aus Kana - die Markierung des Hauses, in dem Katjuschas untergebracht werden - die Übernachtung der Flüchtlinge in diesem Haus - das Treffen der israelischen Rakete ins Haus - der Einsturz des Hauses 8 Stunden später nach einer zweiten Explosion) sind eindeutige Beweise für die einseitige und voreilige Darstellung der Tragödie. Und wie immer, die Welt glaubt der Darstellung der Teroristen, ohne abzwarten, ohne sie anzuzweifeln (Link).

Bei der Gegenüberstellung der vorhandenen Fotos, die alle von der Hisbollah zensiert wurden (unabhängige Journalisten wurden nicht zugelassen), fällt auf, dass sie inszeniert worden sind - sowohl die Kinderleichname sind immer dieselben als auch die Retter sind zu sauber (siehe hier, hier und hier). Ein CNN-Korrespondent hat sogar die offizielle Zahl der Opfer in Frage gestellt (Link):

Now villagers in Qana tell them there are only five people that are unaccounted for, not the 25 or 30 they originally thought.

Die Zweifel sind somit zumindest angebracht, sie werden aber nur von Bloggern ausgesprochen (Link). [UPDATE: Ein libanesischer Blog bestätigt die Information über die Inszenierung des Massakers (Link):

Sachant très bien qu’Israël n’aura pas d’état d’âme pour bombarder des cibles civiles, des militants du Hezbollah ont installé une base de lancement de roquettes sur le toit d’un immeuble à Cana et y ont entassé des enfants infirmes dans la ferme intention de voir une réplique de la part de l’aviation israélienne et créer une nouvelle situation, utilisant le massacre de ces innocents pour reprendre l’initiative des négociations.]

In diesem Sinne ist der Ton und der Sinn der Texte in den meisten deutschen Zeitungen und Fernsehberichten sehr fragwürdig (UPDATE: Bis auf die n-tv. Ulrich W.Sahm berichtet richtig - Link). Die “Süddeutsche” ist wieder federführend. Israel hat eine Pause für die Flugzeugaktionen angelegt, mit dem Vorbehalt auf jeden Raketenbeschuß sofort zu reagieren. Nach der ersten Raketensalve wurde die Katjuscha sofort vernichtet. In der Zeitung steht das sebstverständlich andersrum:

Israel verkündet Feuerpause - und greift an

Online steht es schon wiederum anders (Link):

Hisbollah nimmt Israel weiter unter Beschuss

Ungeachtet der von Israel verkündeten 48-stündigen Feuerpause hat die Hisbollah-Miliz wieder Raketen auf den Norden Israels abgefeuert.

Ein netter Unterschied, nicht wahr?

Noch schöner und selbstredend finde ich die kurze Meldung auf der “Medien”-Seite:

Als Israels Bomben auf das libanesische Dorf Kana fielen, reagierten ARD und ZDF: Sie zeigten Sonntagabend Sondersendungen, die großen Zuspruch fanden. Den ARD-”Brennpunkt” sahen 5,36 Millionen Menschen, beim “heute-Spezial” (ZDF) waren es 3.1 Millionen.

Jedes Wort ist hier eine Perle - die Pluralzahl der Bomben, die Bomben anstatt Raketen, das Verb “reagieren”, am schönsten ist allerdings der “große Zuspruch”. Wirklich brillant!

Die Zeitung schafft es dem Krieg im Nahen Osten fast 5 (!) Seiten zu widmen, und dabei alle (!) Materialen für die einseitige Kritik Israels auszusuchen. Zum Beispiel wird Judith Bernstein wieder ausgenutzt, diesmal nicht mehr als “Dolmetscherin“, sondern als Friedenskämpferin vorgestellt, so dass man sie nicht gleich erkennt. Sie redet weiterhin dasselbe dumme Zeug, wie es von den guten Juden erwartet wird und will

Sanktionen gegen Israel

Angesichts dieser medialen Leistung bleibt die Anstrengung der Zeitung “Freitag” ziemlich blaß. Immerhin schickt sie einen angeblichen Holocaust-Spezialisten in den Kampf gegen Israel, nämlich Gerhard Schoenberner, der es besser weiß, was den Juden angetan wurde, und der sie deswegen auch belehren kann, was sie zu tun haben (Link):

Was den Zentralrat angeht - um auf ihn zurückzukommen -, so gilt für ihn dasselbe wie für seine Glaubensbrüder in Frankreich, die sich seinerzeit öffentlich zu Sharon bekannten: Wer sich selbst in dieser Weise mit einem anderen Staat und seiner Politik identifiziert, muss es dann auch hinnehmen, wenn er seinerseits von der angesprochenen Öffentlichkeit mit dieser Politik identifiziert wird.

Dieser große Freund Israels weiß schon seit je (Link):

Der UN-Teilungsplan von 1947, der zweifellos das Selbstbestimmungsrecht der arabischen Einwohner Palästinas missachtete, setzte eine menschliche Tragödie in Gang: eine Welle arabischer Flüchtlinge und Vertriebener war die Folge. Vorgesehen war eine Aufteilung des britischen Mandatsgebiets im Verhältnis 55 : 45 zwischen Juden und Arabern. Im Krieg 1948 arrondierte Israel sein Territorium auf 80 Prozent. Im Sechs-Tage-Krieg 1967, der eine weitere Fluchtwelle auslöste, eroberte Israel auch die noch verbliebenen 20 Prozent.

Mit dieser allzubekannten palästinensischen Geschichtsklitterung kommt der Autor sehr schnell zu der gewünschten Schlussfolgerung,

dass die Israelis auch Täter sind.

Dan Bar-On hat für die Ausarbeitung der komplexen Zusammenhänge der Psyche und der Geschichte Jahrzehnte und viele Bücher gebraucht und redet über die Verquickung Täter-Opfer nicht ohne Berücksichtigung der Zusammenhänge (Link). Der deutsche Journalist macht sich das viel leichter und schneller.

Nebenbei sei es erwähnt, dass das große Werk Schoenberners, sein Fotoband zum Thema Holocaust, welches immer wieder empfohlen wird, in der Wahrheit keinesfalls sicher von der berechtigten Kritik ist (Link):

Um die „dramatische“ Abfolge zu erzielen, ordnet Schoenberner die Aufnahmen entgegen Chronologie der Ereignisse und nimmt zwangsläufig eine Enthistorisierung der Ereignisse vor. Das ist problematisch, doch bisher in der Forschung noch gar nicht zum Thema gemacht worden.

Na, wenn es kein Lob ist? :-)

Is Israel too nice to win?

Sonntag, 30. Juli 2006

Diese Frage hat John Podhoretz am 25.7.2006 in der “New York Post” (Link) gestellt:

Could Israel - even hardy, strong, universally conscripted Israel - possibly stomach the bloodshed that would accompany the total destruction of Hezbollah?

If Lebanon’s 300-plus civilian casualties are already rocking the world, what if it would take 10,000 civilian casualties to finish off Hezbollah? Could Israel inflict that kind of damage on Lebanon - not because of world opinion, but because of its own modern sensibilities and its understanding of the value of every human life?

Where do these questions lead us?

What if Israel’s caution about casualties among its own soldiers and Lebanese civilians has demonstrated to Hezbollah and Hamas that as long as they can duck and cover when the missiles fly and the bombs fall, they can survive and possibly even thrive?

What if Israel has every capability of achieving its aim, but cannot unleash itself against a foe more dangerous, more unscrupulous, more unprincipled and more barbaric than even the monstrous leaders of the Intifada it managed to quell after years of suicide attacks?

And as for the United States, what if we have every tool at our disposal to win a war - every weapons system we could want manned by the most superbly trained military in history - except the ability to match or exceed our antagonists in ruthlessness?

Is this the horrifying paradox of 21st century warfare? If Israel and the United States cannot be defeated militarily in any conventional sense, have our foes discovered a new way to win? Are they seeking victory through demoralization alone - by daring us to match them in barbarity and knowing we will fail?

Are we becoming unwitting participants in their victory and our defeat? Can it be that the moral greatness of our civilization - its astonishing focus on the value of the individual above all - is endangering the future of our civilization as well?

Der tragische Vorfall der letzten Nacht bestätigt die Richtigkeit der gestellten Perspektive. Aus den Meldungen kann man leicht verstehen, wie es dazu gekommen ist (Link): Ein Dorf, aus welchem hunderte von Raketen durch die Hisbollah auf Israel abgeschossen werden. Warnungen an die zivile Bevölkerung, die die israelische Armee tagelang verbreitet, um Leute dazu zu bewegen, das Dorf vor der angekündigten Bombardierung zu verlassen. Am Abend wird ein Convoi der Flüchtlinge im Dorf für die Übernachtung gelassen, am Abend der bevorstehenden Bombardierung. In der Nacht werden aus der unmittelbaren Nähe des Hauses, in dem Flüchtlinge untergebracht werden, weitere Raketen abgeschossen. Die Bombardierung erfolgt. Das Haus stürzt (UPDATE: erst 7 Stunden später!) ein. Es sterben (UPDATE!) 26 Menschen, darunter viele Kinder:

In contrast to Lebanese claims, the International Red Cross is reporting that only 26 people were killed in the Kfar Qana attack, NOT more than the reported 60 dead.

[UPDATE: Und hier die Originalmeldung (Link):

In today's military operations by the Israel Defense Forces against the village of Qana, a building sheltering civilians was directly hit. At the time of writing, the Lebanese Red Cross Society and the Lebanese Civil Defense have extracted 28 bodies from the rubble, 19 of whom are children.]

Politiker beschuldigen Israel dafür weltweit, ohne die Hisbollah zu erwähnen. Kann Israel diesen Krieg unter diesen Umständen gewinnen? Hat er noch die Zeit dazu?

Krieg gegen Israel 8

Samstag, 29. Juli 2006

Ein ganz besonderes Kapitel dieses Kriegs ist die Rolle der UNO und persönlich des Generalsekretärs Kofi Annan. Sowohl bei der ersten Story als auch bei der aktuell zweiten Story glänzt Annan durch das Unkenntnis der Sachlage und eine voreilige einseitige Deutung der Ereignisse. Eine unrühmliche Fortsetzung der langen Tradition, wie die UNO Israel behandelt.

Nun sind vier tote Militärbeobachter der UNO beim Einsturz des beschossenen Hauses der Inspektion zu bedauern. Über diese zweite Geschichte haben schon viele geschrieben, ich verweise auf den Bericht von Gudrun Eussner (Link) und auf den redaktionellen Kommentar der “New York Daily News” (Link), auf das Foto (hier - mit einer lesenswerten Diskussion dazu - und hier) aus dem Buch von Jed Babbin, auf welches der Autor selbst am 18.7.2006 hingewiesen hat (Link), also fast zehn Tage vor dem Zwischenfall. Man sieht sich an die alte Videoaufzeichnung von 2004 erinnert (Link), auch wenn es dabei um die “friedliche Zusammenarbeit” zwischen der UNO und militanten Palästinensern im Gazagebiet handelte. Weitere Infos sind genauso berauschend (Link).

Eine aufschlussreiche Auflistung der Angriffe der Hisbollah auf Israel seit 2000 bringt Mitchell Bard (Link).

Den Wunsch, dass Israel in diesem Krieg siegt, äußert der Kommentar der Zeitung “Washington Times” (Link).

For all the blathering about Israel’s “disproportionate” response in defending itself (and the reality that from a public-relations perspective, it can be good to be a victim), and notwithstanding Americans’ moral sentiments, they also prefer to be with a winner. Moreover, even Israel’s enemies in the Middle East and Europe begrudgingly respect Israel’s hardwon record of invincibility on the battlefield since her founding.

In the long run, Israel does itself no favors by listening to those — both civilians and military — whose response to state-supported terrorism consists of half-measures that ensure Islamofascists an opportunity to survive and fight another day.

If a large-scale Israeli ground operation proves necessary to do the job against Hezbollah, Mr. Olmert should go forward — with strong support from Washington.

Die “Haaretz” stellt die Meinungen der führenden Offiziere des israelischen Armeenachrichtendienstes und des Mossad gegenüber, die ziemlich auseinander gehen (Link):

The heads of two Israeli intelligence agencies disagree over how much the IDF assault has damaged Hezbollah, although both say the group has been weakened.

The Mossad intelligence agency says Hezbollah will be able to continue fighting at the current level for a long time to come, Mossad head Meir Dagan said.

However, Military Intelligence chief Amos Yadlin disagrees, seeing Hezbollah as having been severely damaged.

The IDF believes that at least 200 Hezbollah operatives have been killed since the fighting began more than two weeks ago, a military source said Friday.

Both intelligence chiefs agree that Hezbollah remains capable of command and control and still holds long-range missiles in its arsenal, they said at a security cabinet meeting Thursday.

Die “Süddeutsche” übersetzt heute den jüngst erschienenen Artikel von Alan M. Dershowitz (vom 20.7.2006, Link) und lässt dabei nur ein kleines Fragment aus:

Israel will — and should — take every precaution to minimize civilian casualties on the other side. On July 16, Hasan Nasrallah, the head of Hezbollah, announced there will be new “surprises” and the Aska Martyrs Brigade said that it had developed chemical and biological weapons that could be added to its rockets. Should Israel not be allowed to pre-empt their use?

Dagegen sieht das Ende des Textes nach einer authorisierten Ergänzung aus, da sie im Original nicht vorhanden ist:

Vor einigen Wochen hatte die israelische Regierung noch angekündigt, sich auch aus weiten Teilen der Westbank zurückzuziehen. Aber wie kann von Israel erwartet werden, damit fortzufahren, wenn es im Gegenzug nur mehr Terrorismus und mehr internationale Verurteilung erhält – bloß weil es Terroristen verfolgt, die die geräumten Gebiete als Abschussrampen benutzen?

Die Diskussion zu dem Text kann man auf der Homepage von Dershowitz lesen (Link).

Die wiederhergestellte Ehre der Anne Frank

Donnerstag, 27. Juli 2006

Diese Nachricht würde ich als das erste positive Resultat des Pretzien-Vorfalls betrachten. Sie wird eine langfristige Wirkung haben, und sie ist eine gute Verarbeitung.  Das Bundeskriminalamt hat nämlich ein Zugeständnis gemacht. Was wir alle längst ahnten: Sein Papier vor zwanzig Jahren war unsauber.

Jetzt heißt es,

“Kriminaltechnisches Gutachten von 1980 begründet keine Zweifel an der Echtheit der Anne-Frank-Tagebücher”. <…> Das Gutachten, teilte die Behörde unter anderem mit, könne “nicht dafür in Anspruch genommen werden, die Authentizität der Tagebücher der Anne Frank in Zweifel zu ziehen. Das BKA distanziert sich entschieden von allen in eine solche Richtung zielenden Spekulationen.”

Die weitere kleine Geschichte ist ein feines Beispiel, wie es zuerst ausgesehen hat:

Dr. Werner, leitender wissenschaftlicher Direktor beim BKA, hatte in einer Expertise notiert, bei seiner Untersuchung der Tagebuch-Manuskripte seien ihm mehrere mit farbigem Kugelschreiber verfasste Korrekturen aufgefallen - Kugelschreiber, der erst nach dem Krieg auf den Markt gekommen war. Das sollte er den niederländischen Fachleuten erklären.

Gut zwanzig Jahre sind seit dem Besuch des BKA-Mannes in Amsterdam vergangen. David Barnouw hat die Begegnung nicht vergessen.

“Wir haben dem BKA-Mann gesagt: ,Bitte schön, hier sind die Originale der Anne-Frank-Tagebücher - zeigen Sie uns, wo sehen Sie Kugelschreiber?’” Barnouw schweigt einen Moment, dann lacht er säuerlich. “Er hat sehr lange in dem Manuskript gesucht und schließlich gesagt: Er findet nichts mehr. Er konnte sein eigenes Gutachten nicht mehr erklären! Das war natürlich ziemlich peinlich für einen wissenschaftlichen Sachverständigen.”

Die TAZ schließt ab:

Eine schlechte Nachricht für alle Rechtsextremen, die seit Jahren die Legende um das BKA-Gutachten politisch ausschlachteten. Eine gute Nachricht aber für alle anderen.

So ist es!

Krieg gegen Israel 7

Mittwoch, 26. Juli 2006

Mich beschäftigt die aktuelle Kriegspropaganda mithilfe von Fotos. Ohne jetzt Susan Sontag zu zitieren und in die Tiefe bis Benjamin und Kracauer zu gehen, nehme ich nur die Publikationen der letzten Tage.

Bei der mehrttägigen Darstellung der Zerstörungen in Beirut wurden viele Bilder gezeigt. Jetzt kann man deutlich sehen, dass diese Bilder aus den sehr begrenzten Stadtgebieten entstammen, ohne dass die Medien es erwähnen. Ich verweise auf die klärenden Richtigstellungen in der “New York Times”.

Und zwar, in der Beilage zum Artikel vom 25.7.2006 sehen wir zwei Fotos und die Stadtkarte (ich verlinke, in der Hoffnung, dass die Links länger erreichbar sind):

At the De Prague Cafe in Beirut, it is possible to have a quiet beer and conversation. A few miles away, Israeli jets are leveling Shiite districts.

Die Karte der Stadt:

Genauso beim Blog Israpundit (Link):

Auch bei der “New York Times” kann man ein Foto finden, auf welchem festgehalten wurde, wie die Flugblätter fallen, in denen die Bevölkerung Beiruts dazu aufgefordert wird, die Hisbollah-Viertel zu verlassen:

Weniger erfreulich dagegen ist die antisemitische Karikatur in der britischen “Guardian”, der Lieblingsquelle für die “Süddeutsche” (Link).

Am interessantesten waren die Diskussionen der letzten Tage zu der Fotoserie des israelischen Journalisten Sebastian Scheiner. Lesenwert sind (zusätzlich zu den schon genannten Links) noch folgende Beiträge bzw. Meinungen - bei Ilana Mercer (Link) und Adloyada (Link). Noch kürzer und absolut treffend hat der Blogger Greg die Moral der Geschichte formuliert (Link):

Israeli children write on munitions which are intended to kill terrorists.

israelikids&bombs.jpg

Muslim children strap on munitions which are intended to kill civilians.

Palestiniankid&bomb.jpg

Damit bin ich vollkommen einverstanden. Ich würde noch ein Foto (aus der Zeitschrift “Time”) dazu nehmen.

Nebenbei würde ich trotzdem die Rolle der 12 Journalisten betonen, die mindestens durch ihre Präsenz Kinder dazu verleiteten, zu posieren, sich zu inszenieren. Diese Fotos werden jetzt in den islamistischen Medien und Blogs weltweit umbetitelt und für die antiisraelische Propaganda eingesetzt. Lässt sich denn alles für Kriegspropaganda mißbrauchen?

Dann vielleicht noch ein Foto (aus dem Jahr 2000)?

Sind die Personen bekannt? Mögliche Unterschriften kommen von alleine?

An dem Tag, an welchem sich die große deutsche Journalistik schon wieder aufbaut, um Israel zu belehren, was moralisch ist (es geht um die Verwendung der Streubomben, die von NATO in Jugoslawien reichlich eingesetzt wurden, ohne dass Israels Zeitungen das irgendwie vermerkt hätten), lohnt es sich den Inhalt der Raketen der Hisbollah und ihre Wirkung zu betrachten, um die Einseitigkeit der TAZ und der Kollegen wieder mal zu bewundern:

Erklärungen dazu gibt der Blog “Little green footballs” (Link), aus welchem die Fotos stammen.

Zum Schluss nur noch eine kurze Information aus erster Hand (Link):

Mr. Crumpton, the American official, said that resupply of small arms was impossible to stop, but that American intelligence reports indicated that the Israelis had blocked the resupply of larger missile systems.

“We haven’t seen anything in the last few days of missiles coming from Syria across the border into southern Lebanon,” he said. “Right now it’s very difficult for any kind of movement into southern Lebanon because of the Israeli efforts.”

Mr. Crumpton said Israel was damaging Hezbollah’s infrastructure. “It’s not just about the missiles and launchers,” he said, “it’s about the roads and transport, the ability to command and control. All that is being degraded. But it’s going to take a long time. I don’t believe this is going to be over in the next couple of days.”

Diese Information will ergänzt werden, und zwar folgenderweise (Link):

the United Nations is busily repairing damaged roads in Hizballah-controlled areas—roads the IAF bombed specifically to impede Hizballah movement—right in the middle of the war.