Sendungsbewusstsein

Kritische Auseinandersetzung mit den Medien

Deutsche Humanisten gegen Israel Dienstag, 7. Mai 2013

Antisemitische Tendenzen bei der “Telepolis”-Seite sind kein Novum. Dass sich humanistisch gerierende Atheisten etwas gegen die Juden haben, hat sich spätestens seit der unheilvollen Beschneidungsdebatte gezeigt. Und doch ist ein Interview, das Michael Schmidt-Salomon, ein führender Kopf der humanistischen Bewegung in Deutschland, einem Alexander Dill bei “Telepolis” gegeben hat, eine bemerkenswerte Quelle. Da steht u.a.:

Mehrere islamische Organisationen in Deutschland wurden verboten, weil sie zur Unterstützung von Gewalt aufriefen. Müsste so ein Verbot nicht auch für andere Organisationen, etwa für den Zentralrat der Juden in Deutschland, gelten, der doch öffentlich die Unterstützung für Rassismus und gezielte Tötungen in Israel fordert?

Michael Schmidt-Salomon:  Ich bin zwar mit manchen Verlautbarungen des Zentralrats der Juden ganz und gar nicht einverstanden und denke auch, dass er die liberalen und säkularen Juden in Deutschland nur höchst unzureichend vertritt, sehe aber beim besten Willen keinen vernünftigen Grund dafür, den Zentralrat zu verbieten.

Mit Ihrer Frage spielen Sie ja wahrscheinlich darauf an, dass der Zentralrat der Juden die Politik Israels im Nahostkonflikt unterstützt. Das ist ein sehr komplexes Thema, das man nicht mit ein paar einfachen Sätzen abhandeln kann. Eine Anmerkung dazu möchte ich mir dennoch erlauben: Meines Erachtens zeigt der Nahostkonflikt sehr deutlich, welch verheerende Folgen es haben kann, wenn vermeintliche Gruppenidentitäten im Zentrum der Politik stehen – statt die Interessen der Individuen. Glücklicherweise melden sich aber sowohl unter den Israelis als auch unter den Palästinensern zunehmend Menschen zu Wort, die dieses verhängnisvolle Ingroup-Outgroup-Denken durchbrechen. Ich verweise hier nur auf das bahnbrechende Buch von Shlomo Sand “Die Erfindung des jüdischen Volkes. Israels Gründungsmythos auf dem Prüfstand”.

Ein Menschenfreund bekommt eine aggressiv antisemitische Frage, er bleibt höflich. Die Frage basiert auf der Äquidistanz, die Antwort folgt dieser Prämisse. Islamisten gleich Juden, Israelis gleich Palästinenser. Schmidt-Salomon steht darüber und weiß aufgrund seiner antisemitischen Lektüre über alles Bescheid. Schmidt-Salomon in den Armen von Shlomo Sand. Und alle beide serviert von “Telepolis”: Ist das nicht rührend?

 

Neues vom Pallywood Freitag, 20. Juli 2012

Ein neues Kunstwerk aus der Pallywood-Industrie wurde vor zwei Tagen online gestellt. Ein kleines Kind wird zu Soldaten geschickt, um diese zu beschimpfen, und dabei gefilmt, Bilder werden nachher mit Ton kombiniert. Inszeniert und gedreht wurde es am 22.6.2012 und seit dem 18.7.2012 ist es bei youtube zu bestaunen:

Zugrunde liegt offensichtlich eine Arbeit eines aktiven Propagandisten, der bei youtube mindestens 126 Videos aufgestellt hat. Fotos auf seiner Homepage (sie heißt Tamimipress) sind typisches Pallywood. Das Meiste widmet sich den israelischen Soldaten, der junge Kameramann, er heißt Mohammad Ataallah Tamimi, ist von ihnen wie besessen. Bei den anderen Reportagen sind auch israelhassende Kinder zu bewundern, aber unter anderem auch die Solistin des soeben vorgestellen Video:

Im Hintergrund kann man deutlich die üblichen Verdächtigen sehen, die eine Friedensbotschaft erwarten. Das Video liefert diese Botschaft wie gewünscht, youtube-Kommentare sind voll antiisraelischer Bemerkungen, eine erste amerikanische Verlinkung kommt am 19.7. und wirkt sehr zufrieden (“A voice of truth and love”), deutsche Blogverlinkungen sind es noch viel mehr (z.B. bei der “Geldseite“, die sofort nach der heutigen Publikation auf die erste Seite bei wordpress.de schaffte und Begeisterung über den antiisraelischen Inhalt bei Kommentatoren hervorbrachte).

Das Video wird mit großer Wahrscheinlichkeit Erfolg haben. Trotz des miserablen Niveaus.

 

Mathias Döpfner sagt das Klarwort Dienstag, 23. November 2010

Erstaunlich: Kein Anderer, sondern eben Mathias Döpfner sagt die notwendigen Worte zum aktuellen Stand und Herausforderungen der Politik in Deutschland (Link):

Das nationalsozialistische Deutschland war eine von einem Diktator geführte Gesellschaft, die auf einer systematisch angelegten Freiheitsberaubung des Individuums basierte. Kollektivistisch, autoritär, ressentimentgeladen, neidgetrieben, rassistisch, nationalistisch, sozialistisch trieb Deutschland auf Vernichtungskrieg und Massenmord zu, ohne dass jemand rechtzeitig einschritt. Die Lektion dieser Erfahrung hätte sein müssen: Nie wieder Unfreiheit, nie wieder Rassismus, nie wieder antidemokratische Autorität. Und vor allem: mehr Wehrhaftigkeit der freien Gesellschaften. Konkret heißt das: Wehret des Anfängen! Und noch konkreter: Wo immer unfreiheitliche Energien auszumachen sind, vor allem dort, wo sie unsere Interessen berühren, muss mit Nachdruck und zur Not als Ultima Ratio auch mit militärischen Mitteln die Freiheit verteidigt werden. Und der beste Weg, die Ultima Ratio nicht eintreten zu lassen, ist es, sie nicht auszuschließen. […] Der 11. September war das Menetekel eines Heiligen Kriegs gegen unsere westlich-freiheitliche Lebensform. Entweder wir haben die Symbolik des gefallenen World Trade Center verstanden und nehmen den Kampf an. Oder wir sind verloren.

 

Franzosen gegen Israel-Boykott Dienstag, 2. November 2010

Gestern ist in der Zeitung “Le Monde” ein Aufruf der französischen Autoren, Theaterleute etc. gegen den neulichen Aufruf den anderen französischen Autoren zum Boykott Israels erschienen. Darunter bekannte Namen wie von Pascale Bruckner, Alain Finkielkraut, Bernard-Henri Lévy (nachzulesen, zum Beispiel, hier). Kein Wort darüber in den deutschen Medien, (nicht einmal beim “Perlentaucher”). Kein Wunder! Genauso wie im aktuellen Fall in Frankfurt: Gegen die Einladung des Antisemiten Grosser dürfen Juden protestieren, am besten ganz demokratisch, nach dem dieser seine Galle in der Paulskirche ausgespuckt hat. Sonst keine einzige Proteststimme.

 

Künftiger palästinensischer Staat soll judenrein sein Freitag, 30. Juli 2010

Bei den Verhandlungen innerhalb der Arabischen Liga sagte Abbas am 29. Juli 2010 (Link):

Almost no notice was taken of another pre talks decision that the PA chairman revealed, as he announced clearly that if a Palestinian Authority state is created in Judea and Samaria, no Israeli citizen will be allowed to set foot inside.The PA chairman also stated that he would block any Jewish soldiers from serving with an international force stationed on PA-controlled land.

“I will never allow a single Israeli to live among us on Palestinian land,” Abbas declared.

Mit anderen Worten:

Nach der Gründung des palästinensichen Staates wird es keinem israelischen Bürger erlaubt sein, diesen zu betreten. Kein Jude wird bei den internationalen Kräften dienen dürfen, die im von der Palästinensischen Autonomiebehörde kontrollierten Land stationiert werden sollen.

No comments, um so mehr dass die hier verlinkte Meldung die einzige bleibt, die darüber berichtet: Kein amerikanischer oder deutscher Nachrichtendienst gibt es weiter, aus verständlichen Gründen.

 

Christian Tomuschat soll über Israel richten Dienstag, 27. Juli 2010

Über die Ernennung von Bundesverdienstkreuzträger Christian Tomuschat zum Leiter einer menschenrechtlichen Kommission der UN infolge des unseligen Goldstone-Berichts gibt es zwei Arten zu publizieren. Die eine ist mir aus der amerikanischen und israelischen Medien bekannt. Zum Beispiel, bei “Commentary” schreibt Evelyn Gordon darüber am 25.7.2010 (Link). Sie zitiert den Artikel von Benjamin Weinthal in der “Jerusalem Post” (Link).
Beide Autoren beweisen, dass Tomuschat die Lage im Konflikt seit Jahren und jetzt auch einseitig bewertet und für die Leitung derartigen Kommission ungeignet ist.
Und es gibt die andere Art darüber zu schreiben, die der deutschen Medien – nicht erwähnen, nicht berichten, nicht bewerten. Nur bei der “Achse der Guten” wurde de Artikel von Weinthal verlinkt (Link).

 

Catherine Ashton kämpft für den Frieden Sonntag, 18. Juli 2010

Von 1977 bis 1979 arbeitete Catherine Ashton für die Campaign for Nuclear Disarmament, eine Organisation der britischen Friedensbewegung, deren Vizepräsidentin und Schatzmeisterin sie wurde (Link).
2009 her spokesman said: “This was more than 25 years ago. She left the Campaign for Nuclear Disarmament in 1983 and has had no involvement in the organisation since then. During her time in the CND she never visited the Soviet Union, had no contact with the Soviet Union and has never accepted any money from Soviet sources. The first time she visited Russia was as EU Trade Commissioner.” (Link)
Englischsprachige Wikipedia beschäftigt sich damit ausführlich (Link). Die deutschsprachige weiß nichts davon.
Wie auch immer, fest steht:

Baroness Catherine Ashton, who is now the European Union’s foreign minister, was treasurer of Britain’s Campaign for Nuclear Disarmament from 1980 to 1982. The papers offer evidence that this organization received “unidentified income” from the Soviet Union in the 1980s.

Das sind Daten aus geheimen russischen Archiven (Link).
Mich wundert es in diesem Zusammenhang nicht, dass sie sich um das Wohl der Hamas kümmert. Die einen Raketen wurden bekämpft, die anderen werden ermöglicht, alles für den Weltfrieden. Alles, wie es die ferngesteuerte Friedensbewegung der 70-80er tat, damals mit den Geldern Moskaus, wird neu fortgesetzt. Diesmal allerdings aus eigenem Antrieb.

 

 
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