Archiv für die Kategorie ‘Lesefutter’

Ausgrabungen live

Freitag, 16. Februar 2007

Wer sonst nichts zu tun hat, kann die Ausgrabungen  unter der Fussgängerbrücke an der Tempelmauer in Jerusalem über drei Webcameras verfolgen (Link). Die Seite baut sich langsam auf: Offensichtlich ein großer Anlauf der besorgten Gläubigen und Ungläubigen. :-)

Die Seite beinhaltet übrigens weitere Infos zum Thema.

Ansonsten würde ich noch drei Webcams empfehlen, die einem das jüdische Leben um dieselbe Mauer, eigentlich an den Resten des Tempels, nahebringen (Link). Eigentlich sehr lehrreich.

Noch ein Text von Alvin H.Rosenfeld

Mittwoch, 31. Januar 2007

Vor einigen Monaten war ich von der Lektüre eines Artikels von Alvin Rosenfeld angenehm überrascht (Link). Vor einigen Tagen erschien eine kleine Abhandlung von ihm zum selben Thema (”Der Neoantisemitismus”), die nicht weniger wertvoll ist (Link). Sehr empfehlenswert.

Bassam Tibi über die Islamisierung Europas

Freitag, 22. September 2006

Ein klar strukturierter Essay, mit fundierten Argumenten und einer eindringlichen Botschaft (Link):

Die Zukunft Europas in einem Satz formuliert lautet: Europäisierung des Islam oder Islamisierung Europas. In der Welt des Islam: Säkulare Demokratie oder Dschihadismus.

Eine wichtige Nebeninformation, die geschichtliche Hintergründe anders sehen lässt:

(…) weder der Nahost-Konflikt noch andere Ereignisse, zum Beispiel im Irak und im Libanon, noch die US-dominierte Globalisierung sind die tatsächliche Ursache für den Dschihad-Islamismus. Das Phänomen ist struktureller Natur und es basiert auf einer religiös-politischen Weltanschauung. Die Religionisierung ist zudem viel älter als die genannten Konfliktpotenziale in der Weltpolitik. Es handelt sich um eine totalitäre Ideologie, die von einer Bewegung getragen wird, die lange vor der Gründung des Staates Israel und dem Beginn des US- Engagements im Nahen Osten entstanden ist. 1928 wurde in Kairo die Muslim-Bruderschaft gegründet (vertreten in Deutschland laut Verfassungsschutz durch die Islamische Gemeinschaft Deutschlands e.V.) und hierbei wurde die Idee einer islamischen Weltrevolution geboren, die als neue Deutung des Dschihad gilt. Der 11. September 2001 war also ein Höhepunkt, keine Zeitenwende.

Laut der “Süddeutschen” von heute verlässt Tibi Deutschland und geht in die USA.

André Glucksmann empört sich

Sonntag, 20. August 2006

Der “Tagesspiegel” hat den rhetorisch glänzenden Text des französischen Philosophen André Glucksmann nachgedruckt. Das Original erschien am 8.8.2006 (Link), der “Perlentaucher” übersetzte es am 9.8. (Link) und die Zeitung folgte am 18.8. (Link). Ein treffender Kommentar ist bei Jeff Weintraub nachzulesen (Link).

Ist das eine Niederlage?

Sonntag, 13. August 2006

In ersten Analysen des Kriegs, den Israel gegen die Hisbollah führen musste und der vorerst langsam zu Ende geht, zeichnen sich kritische Töne ab. Zusätzlich zu den Publikationen, die ich schon verlinkt habe (siehe Kategorie “Krieg gegen Israel”), verweise ich auf zwei, die allerdings noch weiter gehen.

Eine schonungslose Auseinandersetzung mit Fehlern der israelischen Regierung und der Armeeführung unternimmt Jonathan Ariel (Link). Der Text ist sehr konfrontativ und verspricht innenpolitische Ärger, möglicherweise gar den Rücktritt der Regierung. Der Artikel wurde am 9.8. online gestellt und bleibt bis heute das Beispiel der stärksten Kritik.

Ralph Peters formuliert seine Enttäuschung über das mangelhafte Resultat des Krieges vorsichtiger. Kein Wunder: Er schreibt für die “New York Post” von heute (Link). Er sagt trotzdem genug und Klartext.

Die Kämpfe gehen noch einige Tage weiter. Vielleicht wird sich die Lage noch teilweise ändern.

Falls diese Aufsätze später nicht erreichbar sein sollten, bitte Bescheid sagen. Kopien sind bei furl zurückgelegt worden.

Krieg gegen Israel 12

Samstag, 12. August 2006

Es haben sich einige Links angesammelt, die empfohlen werden möchten. Von den deutschsprachigen Publikationen nenne ich drei:

Ein Interview mit Henryk M. Broder im “Standard” vom 9.8. (Link). Daraus - einige Fragmente:

Broder: Die Frage nach der Verhältnismäßigkeit halte ich für vollkommen richtig, die ist weder antiisraelisch noch antisemitisch. Nur dabei wird übersehen, dass es nicht Feuerwerkskörper sind, die von der Hamas oder der Hisbollah abgeschossen werden, sondern richtige Raketen, die auch Menschenleben kosten und vor allem - was für Israel entscheidend ist - ein Drittel des Landes vollkommen lahm legen. Das kann sich ein Land nicht leisten, dass ein Drittel seiner Bevölkerung nicht zur Arbeit oder zur Schule gehen kann. Die Hamas und die Hisbollah können sich das mit Leichtigkeit leisten.

Die Frage der Abwehr ist eine berechtigte Frage, nur Israels Stärke und Israels Kraft beruht auf dem Abschreckungspotential. Wenn Israel nicht vielfach überlegen wäre, würde es gar nicht mehr existieren. Wenn die Araber die Waffen aus der Hand legen würden, wäre Frieden. Wenn Israel die Waffen aus der Hand legen würde, gäbe es kein Israel mehr. Das ist ein entscheidender Unterschied. [...]

derStandard.at: Könnten Sie aus dem aktuellen Konflikt ein Beispiel nennen, um aufzuzeigen, wo die Grenze zwischen Antisemitismus und legitimer Israel-Kritik liegen?

Broder: Das Titelblatt vom neuen “Stern”. Sie sehen da einen betenden Soldaten, umrahmt von einigen Bildchen: Eine Kanone, die gerade abgefeuert wird, Frauen bei der Armee. Darunter steht: “Israel, was das Land so aggressiv macht.” Ich hätte eigentlich mit einem anderen Titelblatt gerechnet, nämlich mit dem Gesicht von Nasrallah und der Unterschrift darunter: “Warum Nasrallah so bösartig ist”.

Aber das ließe sich nicht verkaufen. “Israel und was das Land so aggressiv macht” allerdings ist eine eindeutige Anknüpfung, eine eindeutige Verbindung zu antisemitischen Klischees: “Der Jud ist schuld.” Das ist eindeutig antisemitisch und hat mit Israelkritik nichts mehr zu tun.

Das Irre daran ist - da bin ich ziemlich sicher -, dass die Stern-Leute das nicht mal böse meinen, überhaupt nicht. Europa hätte gerne friedliche Juden, die sich brav anstellen, wenn es zur Deportation geht. Die Tatsache, dass die Juden sich dieses Mal nicht endlösen lassen wollen hingegen, zeugt schon von deren Aggressivität.

derStandard.at: Ein Argument, das immer wieder ins Feld geführt wird, ist: “Die Juden müssten es doch besser wissen”.

Broder: Nein, die Europäer müssten es besser wissen. Israel weiß es natürlich besser, Israel weiß, dass Passivität zur Vernichtung führt.

Die Europäer glauben, dass sie aus der Geschichte gelernt haben, die Europäer haben aber nicht aus der Geschichte gerlernt, denn sonst wüssten sie: Man muss gegen das Böse kämpfen und nicht den Kampf als böse verdammen.

Die Leserbeiträge zu diesem Interview auf der internetseite der Zeitung bestätigen wie immer die Treffsicherheit Broders.

Bevor ich zu weiteren Texten übergehe, verlinke ich gerne eine Karikatur (aus dem Blog von Michael Freund), die aus meiner Sicht der Realität entspricht:

Die TAZ brachte ebenfalls am 9.8. einen ruhigen und argumentierenden Versuch von Tjark Kunstreich, die Position Israels für die Leserschaft dieser Zeitung zu erklären. An einem Tag pro, an dem anderen contra, das macht die TAZ seit Jahren inzwischen so deutlich, dass die Nähe zur BILD-Zeitung in der Methode, wie man beliebige Meinungen bedient, um die Auflage sicherzustellen, viel zu offensichtlich ist (Link):

Die taz kann in diesem Zusammenhang das zweifelhafte Lob für sich in Anspruch nehmen, Deutschlands europäischste Zeitung zu sein. Voraussetzung für diesen, in der taz prototypisch geführten Diskurs ist der Doppelstandard, dass für Israel nicht gelten darf, was jeder andere Staat auf der Welt selbstverständlich für sich in Anspruch nimmt. Unheimlich daran ist, dass veröffentlichte Meinung, öffentliche Meinung und Politik weitgehend identisch sind in dem Willen, Israel zu diktieren, wie es auf die Verletzung seiner Staatsgrenze zu reagieren hat.

Diese Kritik erträgt die Zeitung leicht, weil es der Redaktion egal ist. Schon am nächsten Tag legt sie weiter nach, das wollen wir aber nicht unbedingt noch einmal lesen.

Kunstreich weiter:

Nicht nur wird der demokratische Staat Israel mit terroristischen, auf totale Herrschaft setzenden Organisationen gleichgesetzt - was sich im Interesse politischer Lösungen auf Verhandlungsebene manchmal nicht umgehen lässt -, vielmehr erhält dadurch auch der Kampf gegen Israel als jüdischen Staat politische Anerkennung. So zerstritten die islamistischen Fraktionen im Nahen Osten auch sind, sie sind sich einig im Ziel der Vernichtung Israels. Indem die Europäische Union unter französischer Ägide terroristische Aktionen wie die Entführung und Ermordung von Soldaten auf israelischem Boden zum politisch zu lösenden Konflikt adelt, trägt sie zur Vereinheitlichung jener Kräfte bei, die einen Ausgleich mit Israel kategorisch ablehnen. [...]

Nicht zuletzt erinnert die Reaktion auf die Außerkraftsetzung individueller Menschenrechte im Zeichen des Antisemitismus, des Rassismus und der Verfolgung politischer Gegner an das Appeasement: Sie wird bagatellisiert und zu einer Frage der Kultur verniedlicht. Letzteres bezieht sich nicht nur auf die Länder des Nahen Ostens, sondern auch auf den Umgang mit der Einwanderung nach Europa: Für Menschen, die vor islamischer Herrschaft flüchten, ist Europa längst kein sicherer Ort mehr. Das Appeasement mit dem politischen Islam fordert auch hier schon Opfer, siehe Theo van Gogh und Ayaan Hirsi Ali. Genau jenes Klima ist es, in dem sich die Vollstrecker einer islamischen Gerechtigkeit wohl fühlen. Auf Demonstrationen unter Beteiligung deutscher Friedensbewegter wird “Tod den Juden” gerufen, ohne dass die Friedensfreunde es für nötig halten, das überhaupt zur Kenntnis zu nehmen, geschweige denn, sich davon zu distanzieren. [...]
Es ist, als bestätige sich die antisemitische Unterstellung vom Anderssein der Juden darin, dass es überall Antisemiten gibt. Eben darin aber zeigt sich, dass Israel sich nicht nur bedroht fühlt, sondern dass es in seiner Existenz bedroht ist. Und solange nicht die Frage gestellt wird, was die Gegner Israels eigentlich so maßlos aggressiv macht, wird sich daran nichts ändern. So lange aber bleibt auch Israels Vorgehen alternativlos.

Viel komplizierter ist es, mit einem großen Artikel von Dan Bar-On umzugehen, den die TAZ am 20.7. brachte (Link). Falls ich die Zeit dafür finde, werde ich ihn ausführlicher analysieren. Vielleicht findet sich einer, der mir diese Aufgabe abnimmt. :-)

Völkerrechtlich behandeln J. Peter Pham und Michael I. Krauss die Rolle der Hisbollah - selbstverständlich absolut anders als die “Tagesschau” (Link). Sie verurteilen Verbrechen der Terroristen und nennen ihre Taten beim Namen.

Was dagegen der liebenswürdige Erbe Arafats, sein Nachfolger Abbas, dazu meint, ist auch nicht ohne (Link):

MR. ABBAS: The Arab people’s resistance leads to the same issue. This means that anyone who defies the occupation is going to the same target and will get the same result. Therefore, we definitely perceive the resistance in Lebanon as noble Arab resistance. There is no doubt about that.

It is fighting forcefully and it gave a good example of resistance. However, in the end, other processes might appear in different directions. For instance, there is an agenda in Lebanon. If this agenda is authorized, it will deal with the Lebanese process. There isn’t any corresponding Palestinian agenda, therefore this might take place after some time.

Ein nettes Beispiel für die Beteiligung Kofi Annans an den laufenden Kämpfen im Nahen Osten bringt Joseph Klein (Link):

Indeed, Kofi Annan has the blood of civilians and UN observers on his own hands, because he failed to take action when he had the chance to save lives. For example, he personally rebuffed an advance warning to the UN from the Israeli Defense Force (“IDF”) that the UN should help remove innocent civilians from certain villages where fighting was expected to ensue. Here is what this self-righteous ‘humanitarian’ said in response to a question at a press briefing on July 30th: “It’s not the time to undertake to evacuate villages. And besides, as I said, such requests would normally come from a government.”

Zwei Analysen des Kriegsaublaufs wie Überblicke der Perspektiven aus der israelischen Sicht bringt der heutige Tag. Einmal ein Interview mit Yossi Kuperwasser, der den Nachrichtendienst der israelischen Armee leitet (Link):

After the war Hezbollah will have a weaker or stronger political status, but its military status will be entirely different. It will not be on the border with Israel. It will not continue to be a threat to Israel. [...]

Hezbollah will be disarmed. The government of Lebanon will disarm Hezbollah, and if not, Israel will have to do it. Israel will reach Beirut in the end if necessary. You ask me if that is possible? yes, it is. We have to reach a situation in which the international pressure and the Israeli military pressure and the Lebanese political pressure bring Hezbollah to understand that it cannot go on presenting itself as the defender of Lebanon. [...]

Not one person has been added to the Hezbollah fold. We may have added people who hate Israel, but not to the Hezbollah fold. The Lebanese are not dumbbells: they know why they are suffering. [...]

Nasrallah tried five times to abduct a soldier and four times it was prevented, and awareness was high. In principle, I assume there was no specific, concrete warning. There was a strategic warning. [..]

Hamas, like Hezbollah, wants … the annihilation of the State of Israel. Let’s not get confused here. Even if Hezbollah is disarmed, it will not change that goal. [...] Fatah’s goal was based on a national conception. In nationalism one can make compromises at critical moments. Hamas is a movement that views itself as religious. It is dogmatic, and the prospect of it being flexible in its approach is extremely low. Hamas is committed to the establishment of a Palestinian state in the entire territory of historical Palestine. They are ready to adopt the phased program, to establish a state in the 1967 borders and leave open the question of 1948 for a time. In these conditions, there is no place for Israel to talk to Hamas.

Sehr interessant ist es diese Meinung eines hochinformierten Generals mit der Analyse eines Bloggers themiddle zu vergleichen, der zu grundsätzlich anderen Schlüssen kommt und nicht weniger überzeugend wirkt (Link). Der Text ist ziemlich lang, ich finde ihn sehr aufschlussreich.

Zwischen “Stern” und “EU Referendum”

Donnerstag, 10. August 2006

Die wichtigsten Fragmente aus der Stern-Publikation sind die folgenden (Link):

Keiner der anwesenden Journalisten oder Fotografen hatte den Eindruck, Teil eines Hisbollah-Schauspiels zu sein. Nick Blanford, seit zwölf Jahren im Libanon und für “London Times” und “Time” als einer der Ersten am Ort, sagt: “Die Rot-Kreuz-­Leute haben die Leichen nacheinander aus dem verschütteten Keller getragen. Am Anfang kamen die Ambulanzen gar nicht bis zum zerstörten Gebäude durch. Die Männer mussten die Leichen etwa 500 Me­ter weit tragen. Deshalb gibt es viele Bilder von Helfern mit Kindern auf dem Arm.”

Auch Tim Fadek, für die Agentur Pola­ris in Kana, konnte kein Indiz für eine
In­szenierung entdecken: “Alle waren aufge­regt, und es herrschte ziemliches Chaos. Als dann die Leichen aus dem Keller getra­gen wurden, waren auch die Sanitäter mit den Nerven am Ende. Wenn sie einmal ein Kind in eine Kamera hielten, dann nicht als Pose, sondern schlicht aus Ärger und Verzweiflung: Seht, was mit unseren Kin­dern geschehen ist!”

Das sieht ungefähr so aus:

Keine Inszenierung selbstverständlich. Diese 10 Fotographen sind nur ein bisschen aufgeregt. Das andere Fragment bezieht sich auf die Aussagen des “Helfers”:

“green helmet” heißt mit bürgerlichem Namen Salam Daher. Er ist 38 Jahre alt, lebt in Marjayoun, hat drei Söhne und ar­beitet seit 1986 für den libanesischen
Kata­strophenschutz. Er ist kein Mitglied der Hisbollah. Normalerweise hilft er bei Waldbränden, Verkehrsunfällen oder Na­turkatastrophen. Daher erfuhr er vom
Bom­bardement um ein Uhr in der Nacht, konnte aber erst morgens um sieben nach Kana fahren, da israelische Kampfjets die Straße beschossen. Vom stern zu den Inszenierungsvorwürfen befragt, sagt er: “Es ist lächerlich. Ich habe mehr als zehn Kin­der aus den Trümmern gezogen, bin am Ende ja fast selbst zusammengebrochen.
Überall waren Fotografen, man konnte kaum richtig arbeiten. Einmal habe ich ein Kind hochgehalten, damit alle ein Bild machen konnten - aber doch nur, damit ich danach Ruhe hatte, um weiter nach Überlebenden zu suchen!”

Die Videoaufzeichnung vom NDR, die von einem Kommentator des vorherigen Postings empfohlen wurde (Link), spricht eine andere Sprache. Eine bessere Widerlegung gibt es nicht. Ausserdem ist dieser einfacher Helfer, der mal da mal hier ein bisschen hilft, ganz anderes Kaliber und zwar

the civil defence chief in southern Lebanon (Link).

Ich glaube, die Aufregung kann man vergessen. Dieses Stern-Interview war nichts - keine Argumente, keine professionelle Arbeit. Die Enthüllung lässt sich nicht zu einer Verschwörungstheorie herunterspielen. Schließlich kann jeder die Fakten selbst sehen.

Krieg gegen Israel 11

Dienstag, 8. August 2006

Es gibt schon wieder mehr zu lesen. Zu der Reuters-Entlarvung der letzten Tage schreibt die “Investor’s Business Daily” in einem redaktionellen Beitrag mit einer Schärfe, die ich in der deutschen Presse kaum erwarte (Link):

Need a little anti-war, anti-Semitic buck-up? Try some Reuters coverage. The British news outlet will be only too happy to oblige. [...] Reuters’ explanation? “Photo editing software was improperly used on this image… We are sorry for any inconvenience.”

An apology to clients is nice. But what about an apology to Israel for employing staff members who are trying to inflame world opinion against a nation that is already globally hated? [...] Just one episode, some might say. Means nothing. But there’s a pattern:

• Thanks to the Powerline blog, we know that Reuters is either sloppy or has purposely used unaltered (we presume) photos to try, yet again, to cripple Israel’s self-defense initiative by exaggerating the damage.

On July 24 Reuters issued a photo of a damaged area in Beirut with the explanation that it was the result of “Israeli attacks on a Hezbollah stronghold.” Less than two weeks later, a photo dated Aug. 5 from the same damaged area but from a different angle shows a woman walking “past a building flattened during an overnight Israeli air raid on Beirut’s suburbs August 5, 2006.”

The photographer? Adnan Hajj, whose entire catalog of Reuters photos has been pulled by the news outlet. The agency also said it has “ended its relationship with Hajj.”

• Reuters has not admitted to any doctoring of photos regarding the site of Israel’s late July attack on Hezbollah in the Lebanese village of Qana. But the blogosphere is hot with charges that Reuters and others were duped by — or cooperated with — Hezbollah to stage the rescue and recovery of the Qana victims to stir up scorn for Israel.

The Reuters photographer this time? Hajj.

• Reuters has admitted that Hajj changed an image of an Israeli F-16 flying over Lebanon to make it appear the jet fighter dropped three flares rather than one.

• Fearing it will violate its commitment to accuracy and impartiality — which clearly are in question — Reuters refuses, as company policy, to use the word “terrorist” in news reports. Executives prefer that “individuals, organizations and governments… make their own decisions based on the facts.” But when Reuters provides the facts, reaching a reasoned conclusion becomes a difficult task. [...] Is Reuters a patsy or collaborator? Either way, it is helping the cause of terrorism and undermining civilization.

Unless it wants to become just another branch of Al-Jazeera, it had better make meaningful institutional changes soon.

Ich ergänze hier nur, dass ein Fernsehinterview mit dem Blogger Charles Johnson, der “Little Green Footballs” betreibt, bei CNN gesendet wurde (Link mit Videoaufzeichnung). Glückwunsch!
Viel widersprüchlicher ist der Artikel von Leon Wieseltier bei “The New Republic” (Link). Der Text steht seit dem 4.8.2006 online und ist offensichtlich unter einem großen Schock entstanden, als die ersten manipulierten Nachrichten über das “Kana-Massaker” kamen. Wieseltier glaubt den Nachrichten und moralisiert, dass es böse Sache ist, Kinder zu töten. Es wäre spannend zu erfahren, was und wie er jetzt nach allen Enthüllungen denkt. Vielleicht kommt da noch etwas. In diesem Sinne ist die Diskussion zu seinem Artikel lesenwert (Link). Besonders passend scheint mir aber der Beitrag von einem Ariel in einem zionistischen Blog zu sein (Link):

War is a dreadful thing. Human lives are lost, on all sides. Combatants, civilians, women, men, children–every lost life ends a world; every bomb which hits its mark costs the universe a soul.

And yet war, at times, is a necessity. “When you go to war,” the Torah says, recognizing that war is a part of life–or at least a part of life when there are other people out there whose ideology includes a call for your death and destruction.

In that regards, while we should constantly recognize the ugliness of war, and express our disagreement if we feel the war is no longer serving the ultimate purpose of the state–that is, the defense of its citizens–we must also recognize our duty to support the State and join in its battles when the very life of our people is in danger. Our people, yes–because our family comes first, no matter what.

In this regards, I find myself echoing Leon Wieseltier who writes in the New Republic:”I am not trying to talk myself into accepting the deaths of the children of Qana. I am trying to talk myself into not accepting them, whatever that means. But it isn’t working. I see no escape from the distinction between moralism and morality. Moralism is a denial of the actual conditions of moral and historical action. It is a way of protecting morality from the knowledge of the world. Whether or not this sounds complacent, I believe it.”

May we have the peace of mind to wrestle with these issues this Shabbat, and may the ideologies of hatred–those calls for the destruction of entire peoples and elimination of entire states–be wiped from the map, so that all human beings find peace in the coming days and weeks.

Das klingt für mich authentisch und würdevoll. Der streitbarste Artikel kommt von Stephen Plaut und zeigt, wie sich der laufende Krieg auf die innere Debatte in Israel auswirkt (Link). Der Text ist nichts für schwache Friedenskämpfer. :-) Besonders die 40 Thesen, wie zum Beispiel:

15. Much of the world has no qualms seeing Jewish civilians murdered by terrorists.

17. Israeli niceness and flexibility fan anti-Semitism.

18. Arab terrorists do not morph into statesmen.

26. Those who claim that anti-Zionism is different and distinct from anti-Semitism tend, on close inspection, to be anti-Semites themselves.

28. “Palestinians” are not a nation in any true sense of the term and never were. They are simply Arabs who happened to migrate to Western Palestine. They have no “right” to statehood.

33. Palestinians are the Sudeten Germans of the Middle East.

34. There are no non-military solutions to the problem of terrorism.

35. One can only make warwith one’s enemies. One can only make peace with one’s defeated enemies.

36. There are no significant differences between the agenda of the PLO and the agenda of Hamas and Hizbullah.

37. One cannot make peace by pretending that war does not exist.

38. One cannot buy off anti-Semites and Islamofascists with trade concessions and subsidies.

39. The only way to stop terrorism is to kill terrorists.

40. No terrorist has ever murdered anyone after he was executed.

Einiges davon wird sicherlich die Hauptrichtung der künftigen Diskussionen innerhalb der  israelischen Gesellschaft bestimmen.

Antiisraelische Einseitigkeit in den Nachrichtensendungen

Sonntag, 6. August 2006

ARD und ZDF können auf sich stolz sein - ihre propagandistische Ausrichtung wurde bestätigt. Die Analyse der Sendungen “Heute”, “Heute Journal”, “Tagesthemen” und “Tagesschau” zeigt ein bedrückendes Resultat:

Wenn Gewaltaktionen gezeigt werden, ist überwiegend die Israelische Armee zu sehen, während Hisbolla-Kämpfer kaum vorkommen. Wenn Opfer gezeigt werden, dann überwiegend die Opfer im Libanon – Bilder von Israelischen Opfern tauchen kaum auf. Heute, Heute-Journal wie auch Tagesschau und Tagesthemen vermitteln ihrem Publikum Israel als Täter. Die Rolle der UN und insbesondere ihre Verantwortung für die Gewährleistung des Friedens im Libanon und Israel seit 1978 wird weitgehend außer acht gelassen.

Die kurze Zusammenfassung ist als pdf-Datei hier zu bekommen. Der Leiter der Studie ist Frank Brettschneider.

Krieg gegen Israel 10

Freitag, 4. August 2006

Die Zahl der Publikationen zum Thema wächst, es wird zunehmend schwieriger, etwas Lesenswertes zu finden. Im Grunde genommen, bleibt die Mehrheit der Publikationen der Losung treu: “Israel droht mit der Selbstverteidigung”. Einige wertvolle Ausnahmen dienen als willkommenes Feigenblatt, um vor den Vorwürfen der Einseitigkeit zu bewahren.

Von den vielen Publikationen nenne ich drei:

Die eine fand ich in der “Frankfurter Rundschau” vom 1.7.2006. Knut Ipsen, ehemaliger Präsident des Deutschen Roten Kreuzes und Mitglied des Ständigen Schiedsgerichtshofes in Den Haag, zeigt die Grenzen des aktuellen Völkerrechts. Er verurteilt die Hisbollah und findet keine Worte der Unterstützung für die Selbstverteidigung Israels:

Wer Israels Völkerrechtsverstöße gegen den Libanon feststellt, muss allerdings auch zugleich festhalten, dass der Libanon mit der Hisbollah eine Organisation beherbergt, die sich ausdrücklich außerhalb des Völkerrechts stellt. Die Forderung nach Vernichtung eines anderen Staates mitsamt seiner Bevölkerung, Geiselnahmen mit Erpressung, flächenwirkende Raketenüberfälle auf zivile Wohnstätten: Dies alles sind Aktionen, die, würde ein Staat sie vornehmen, zu schwersten Völkerrechtsverletzungen zählen würden.

Die Hisbollah als nichtstaatliche Organisation führt gegen Israel einen asymmetrischen Krieg, für den das zwischen Staaten geltende Völkerrecht nicht geschaffen worden ist und das hier auch nur über den Umweg zur Anwendung gelangt, der in der Konfrontation zwischen Israel und dem Libanon, dem Herbergsstaat der Hisbollah besteht.

Die Reihenfolge der Besprechung sagt eigentlich schon alles - zuerst wird Israel belehrt, wie man Kriege führt. Dann erst, am Ende des Artikels wird “allerdings” auch die Hisbollah erwähnt.

Ein netter Artikel stammt von Bret Stephens in der “Wall Street Journal” von heute. Daraus zitiere ich mehr, da diese Zeitung schon am nächsten Tage normalerweise nicht erreichbar ist:

An Honest Man
How do you spot an anti-Semite? Ask about Israel.
So Mel Gibson, arrested in Malibu, Calif., for drunk driving, tells a police officer that “the Jews are responsible for all the wars in the world.” Pity the actor for not substituting the word “Israelis” for “Jews.” The latter apparently confirms his long-suspected anti-Semitism. The former would have made him a darling of right-thinking progressives the world over, especially at this moment of Middle East stress.

How do you spot an anti-Semite? An old joke tells the story of an elderly traveler at the Vienna train station asking passersby whether they hate Jews. After a score of indignant “No’s,” one fellow finally admits that, why yes, he does hate them. “Thank goodness for an honest man!” exclaims the traveler. “Would you mind looking after my bags while I run to the men’s room?”

Real-life efforts to identify anti-Semites tend to be more complicated. When French synagogues were torched at the height of the intifada three years ago, Tony Judt, a Jewish scholar at New York University, described them not as incidences of anti-Semitism but as “misdirected efforts, often by young Muslims, to get back at Israel.” Last Friday, a Muslim-American named Naveed Afzal Haq forced his way into the offices of the Jewish Federation of Greater Seattle, shot five people and killed one. “These are Jews, and I’m tired of . . . our people getting pushed around by the situation in the Middle East,” Mr. Haq reportedly told a 911 operator. Perhaps this, too, was just another misdirected effort to combat Middle East injustice.

Then there is the tricky matter of criticism of Israel and whether those who dislike the Jewish state dislike Jews as well. “Anyone who criticizes Israel’s actions or argues that pro-Israel groups have significant influence over U.S. Middle Eastern policy . . . stands a good chance of being labelled an anti-Semite,” write Stephen Walt of Harvard and John Mearsheimer of the University of Chicago in a recent controversial paper. The professors allege that the so-called Israel Lobby manipulates the media, infiltrates the academy, blackmails politicians and gets the U.S. to finance or fight immoral wars on Israel’s behalf–familiar anti-Semitic tropes, at least when directed explicitly at Jews. But Messrs. Walt and Mearsheimer insist that their criticism is only of the Lobby, not of Jews per se, and suggest that their harshest critics are latter-day Joe McCarthys.

Barring some Gibson-like indiscretion on their part, it may be impossible conclusively to prove them wrong. But a study in the current issue of the Journal of Conflict Resolution (http://jcr.sagepub.com) by Yale University scholars Edward Kaplan and Charles Small offers solid statistical evidence that the harsher one’s views of Israel, the likelier one is to be an anti-Semite.

Messrs. Kaplan and Small employ data from a 2004 survey of European attitudes toward Jews and toward Israel commissioned by the Anti-Defamation League. Five thousand people in 10 European countries were asked to agree or disagree with 11 statements about Jews: for instance, that “Jews are more willing than others to use shady business practices” or that “Jews don’t care what happens to anyone but their own kind.” (Agreeing with more than five of the questions qualified one as an anti-Semite, according to the ADL.) The respondents were also asked to agree or disagree with four questions related to the Israeli-Palestinian conflict, such as whether Israel’s treatment of Palestinians was similar to South Africa’s treatment of blacks during apartheid.

The results were remarkable. Among those who held the most negative views of Israel, some 60% also believed that Jews engaged in shady financial practices, and more than 70% thought that Jews had too much business power. Whatever the respondents’ religion, nationality, sex or income level, the more intense their dislike of Israel, the likelier they were to be anti-Semitic. Altogether, 56% of those harboring strong anti-Israel feelings were also anti-Semitic. (For the record, the survey found that Spain was the most anti-Semitic country in Europe, with 22% of respondents qualifying as anti-Semites, while Denmark and the Netherlands, at 8%, were the least.)

This does not mean, of course, that even the most strident opponents of Israel are necessarily anti-Semites. But in a telephone interview, Mr. Kaplan explained the significance of his findings this way: “Say you’re at one of those anti-Israel rallies. Say you ask them whether they are anti-Semitic. Say all of them say no. Statistically speaking, more than half of them are lying.”

All of which puts the brouhaha over the now-penitent Mr. Gibson in a different light. Once they run him out of Hollywood, they might just fix him up with a job at a train station. At least he’s an honest man.

Kann dieser Artikel in einer deutschen Zeitung übersetzt werden? Wetten werden aufgenommen.

Dafür kann man ganz sicher sein, dass der Artikel von Jürgen Elsässer in der “Jungen Welt” vom 2.7.2006 irgendwann zu den Klassikern der antisemitischen Literatur gezählt wird. Der Satz wie

Im Libanon kämpfen Islamisten, Nationalisten und Linke Schulter an Schulter gegen die Aggressoren.

verspricht ein großer Renner zu werden. Dieser Text ist so dreckig, dass ich gar nicht empfehle, sich an ihm schmutzig zu machen. Noch offener zeigen sich ihn unterstützende Leser, die jubeln:

Die Nachkommen der jüdischen Opfer haben kein Recht, im Namen dieser Opfer wieder faschistischen Völkermord zu betreiben.

Eine ausführliche und fundierte Kritik dazu hat Sascha Klein im Blog “Telegehirn” geschrieben - es genügt, diese Kritik zu lesen.

Ulrich W. Sahm belehrt den Ex-Aussenminister Fischer

Samstag, 29. Juli 2006

Beim n-tv passieren Wunder. Ulrich W. Sahm hat da den Friedensplänen eine klare und glänzend argumentierte Absage erteilt, die Joschka Fischer in der “Süddeutschen” formuliert hatte, bevor dieser in den Iran abreiste. Meisterhaft!

Krieg gegen Israel 7

Mittwoch, 26. Juli 2006

Mich beschäftigt die aktuelle Kriegspropaganda mithilfe von Fotos. Ohne jetzt Susan Sontag zu zitieren und in die Tiefe bis Benjamin und Kracauer zu gehen, nehme ich nur die Publikationen der letzten Tage.

Bei der mehrttägigen Darstellung der Zerstörungen in Beirut wurden viele Bilder gezeigt. Jetzt kann man deutlich sehen, dass diese Bilder aus den sehr begrenzten Stadtgebieten entstammen, ohne dass die Medien es erwähnen. Ich verweise auf die klärenden Richtigstellungen in der “New York Times”.

Und zwar, in der Beilage zum Artikel vom 25.7.2006 sehen wir zwei Fotos und die Stadtkarte (ich verlinke, in der Hoffnung, dass die Links länger erreichbar sind):

At the De Prague Cafe in Beirut, it is possible to have a quiet beer and conversation. A few miles away, Israeli jets are leveling Shiite districts.

Die Karte der Stadt:

Genauso beim Blog Israpundit (Link):

Auch bei der “New York Times” kann man ein Foto finden, auf welchem festgehalten wurde, wie die Flugblätter fallen, in denen die Bevölkerung Beiruts dazu aufgefordert wird, die Hisbollah-Viertel zu verlassen:

Weniger erfreulich dagegen ist die antisemitische Karikatur in der britischen “Guardian”, der Lieblingsquelle für die “Süddeutsche” (Link).

Am interessantesten waren die Diskussionen der letzten Tage zu der Fotoserie des israelischen Journalisten Sebastian Scheiner. Lesenwert sind (zusätzlich zu den schon genannten Links) noch folgende Beiträge bzw. Meinungen - bei Ilana Mercer (Link) und Adloyada (Link). Noch kürzer und absolut treffend hat der Blogger Greg die Moral der Geschichte formuliert (Link):

Israeli children write on munitions which are intended to kill terrorists.

israelikids&bombs.jpg

Muslim children strap on munitions which are intended to kill civilians.

Palestiniankid&bomb.jpg

Damit bin ich vollkommen einverstanden. Ich würde noch ein Foto (aus der Zeitschrift “Time”) dazu nehmen.

Nebenbei würde ich trotzdem die Rolle der 12 Journalisten betonen, die mindestens durch ihre Präsenz Kinder dazu verleiteten, zu posieren, sich zu inszenieren. Diese Fotos werden jetzt in den islamistischen Medien und Blogs weltweit umbetitelt und für die antiisraelische Propaganda eingesetzt. Lässt sich denn alles für Kriegspropaganda mißbrauchen?

Dann vielleicht noch ein Foto (aus dem Jahr 2000)?

Sind die Personen bekannt? Mögliche Unterschriften kommen von alleine?

An dem Tag, an welchem sich die große deutsche Journalistik schon wieder aufbaut, um Israel zu belehren, was moralisch ist (es geht um die Verwendung der Streubomben, die von NATO in Jugoslawien reichlich eingesetzt wurden, ohne dass Israels Zeitungen das irgendwie vermerkt hätten), lohnt es sich den Inhalt der Raketen der Hisbollah und ihre Wirkung zu betrachten, um die Einseitigkeit der TAZ und der Kollegen wieder mal zu bewundern:

Erklärungen dazu gibt der Blog “Little green footballs” (Link), aus welchem die Fotos stammen.

Zum Schluss nur noch eine kurze Information aus erster Hand (Link):

Mr. Crumpton, the American official, said that resupply of small arms was impossible to stop, but that American intelligence reports indicated that the Israelis had blocked the resupply of larger missile systems.

“We haven’t seen anything in the last few days of missiles coming from Syria across the border into southern Lebanon,” he said. “Right now it’s very difficult for any kind of movement into southern Lebanon because of the Israeli efforts.”

Mr. Crumpton said Israel was damaging Hezbollah’s infrastructure. “It’s not just about the missiles and launchers,” he said, “it’s about the roads and transport, the ability to command and control. All that is being degraded. But it’s going to take a long time. I don’t believe this is going to be over in the next couple of days.”

Diese Information will ergänzt werden, und zwar folgenderweise (Link):

the United Nations is busily repairing damaged roads in Hizballah-controlled areas—roads the IAF bombed specifically to impede Hizballah movement—right in the middle of the war.