Sendungsbewusstsein

Kritische Auseinandersetzung mit den Medien

Dan Bar-On: Ein Interview Samstag, 30. Juli 2005

In TAZ vom 30.07.2005 steht ein Interview von Gaby Sohl mit Dan Bar-On. Er spricht darin u.a., „was Krieg und Terror in den Menschen hinterlassen haben.“

Die Schlüsselstelle ist kurz weiter:
„Die Leute werden plötzlich konfrontiert mit einer Realität, die sie lange auszublenden versucht haben. Das bringt erst einmal Depressivität. Und zum Teil bringt diese Depressivität dann Selbstdestruktivität.“

Seine eigene Lösung: „Wenn ich in sehr schwierigen Situationen war, habe ich mir immer Hilfe gesucht – vielleicht war ich einfach vernünftig genug, mir diese Hilfe zu holen?“

Über den Umgang mit Traumata: „Trauma bedeutet sehr viel Schmerz. Die meisten Leute rennen weg vor Schmerz. Menschen dazu zu bringen, dass sie anerkennen: Der Schmerz ist ein wichtiger Teil in unserem Leben, im eigenen und bei anderen, das ist eine Kunst. Das kann nicht jeder. Deswegen bleiben so viele Leute immer wieder einsam in ihrem Schmerz. Wir wissen heute so viel darüber, wie kollektive Traumata entstehen, aber unser Wissen geht nicht zusammen mit Wegen, wie wir diese Traumata aufarbeiten können. Sicher, teilweise findet man Wege … aber unser ganzes Wissen hilft uns nicht, das Trauma zu verlieren. Es bleibt. Es war immer eine Minderheit, die diesen Schmerz wirklich durchgearbeitet hat. Und es wird eine Minderheit bleiben.“go to main page

Advertisements
 

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s