Sendungsbewusstsein

Kritische Auseinandersetzung mit den Medien

Krieg gegen Israel 7 Mittwoch, 26. Juli 2006

Filed under: Allgemein — peet @ 19:23 Uhr
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Mich beschäftigt die aktuelle Kriegspropaganda mithilfe von Fotos. Ohne jetzt Susan Sontag zu zitieren und in die Tiefe bis Benjamin und Kracauer zu gehen, nehme ich nur die Publikationen der letzten Tage.

Bei der mehrttägigen Darstellung der Zerstörungen in Beirut wurden viele Bilder gezeigt. Jetzt kann man deutlich sehen, dass diese Bilder aus den sehr begrenzten Stadtgebieten entstammen, ohne dass die Medien es erwähnen. Ich verweise auf die klärenden Richtigstellungen in der „New York Times“.

Und zwar, in der Beilage zum Artikel vom 25.7.2006 sehen wir zwei Fotos und die Stadtkarte (ich verlinke, in der Hoffnung, dass die Links länger erreichbar sind):

At the De Prague Cafe in Beirut, it is possible to have a quiet beer and conversation. A few miles away, Israeli jets are leveling Shiite districts.

Die Karte der Stadt:

Genauso beim Blog Israpundit (Link):

Auch bei der „New York Times“ kann man ein Foto finden, auf welchem festgehalten wurde, wie die Flugblätter fallen, in denen die Bevölkerung Beiruts dazu aufgefordert wird, die Hisbollah-Viertel zu verlassen:

Weniger erfreulich dagegen ist die antisemitische Karikatur in der britischen „Guardian“, der Lieblingsquelle für die „Süddeutsche“ (Link).

Am interessantesten waren die Diskussionen der letzten Tage zu der Fotoserie des israelischen Journalisten Sebastian Scheiner. Lesenwert sind (zusätzlich zu den schon genannten Links) noch folgende Beiträge bzw. Meinungen – bei Ilana Mercer (Link) und Adloyada (Link). Noch kürzer und absolut treffend hat der Blogger Greg die Moral der Geschichte formuliert (Link):

Israeli children write on munitions which are intended to kill terrorists.

israelikids&bombs.jpg

Muslim children strap on munitions which are intended to kill civilians.

Palestiniankid&bomb.jpg

Damit bin ich vollkommen einverstanden. Ich würde noch ein Foto (aus der Zeitschrift „Time“) dazu nehmen.

Nebenbei würde ich trotzdem die Rolle der 12 Journalisten betonen, die mindestens durch ihre Präsenz Kinder dazu verleiteten, zu posieren, sich zu inszenieren. Diese Fotos werden jetzt in den islamistischen Medien und Blogs weltweit umbetitelt und für die antiisraelische Propaganda eingesetzt. Lässt sich denn alles für Kriegspropaganda mißbrauchen?

Dann vielleicht noch ein Foto (aus dem Jahr 2000)?

Sind die Personen bekannt? Mögliche Unterschriften kommen von alleine?

An dem Tag, an welchem sich die große deutsche Journalistik schon wieder aufbaut, um Israel zu belehren, was moralisch ist (es geht um die Verwendung der Streubomben, die von NATO in Jugoslawien reichlich eingesetzt wurden, ohne dass Israels Zeitungen das irgendwie vermerkt hätten), lohnt es sich den Inhalt der Raketen der Hisbollah und ihre Wirkung zu betrachten, um die Einseitigkeit der TAZ und der Kollegen wieder mal zu bewundern:

Erklärungen dazu gibt der Blog „Little green footballs“ (Link), aus welchem die Fotos stammen.

Zum Schluss nur noch eine kurze Information aus erster Hand (Link):

Mr. Crumpton, the American official, said that resupply of small arms was impossible to stop, but that American intelligence reports indicated that the Israelis had blocked the resupply of larger missile systems.

“We haven’t seen anything in the last few days of missiles coming from Syria across the border into southern Lebanon,” he said. “Right now it’s very difficult for any kind of movement into southern Lebanon because of the Israeli efforts.”

Mr. Crumpton said Israel was damaging Hezbollah’s infrastructure. “It’s not just about the missiles and launchers,” he said, “it’s about the roads and transport, the ability to command and control. All that is being degraded. But it’s going to take a long time. I don’t believe this is going to be over in the next couple of days.”

Diese Information will ergänzt werden, und zwar folgenderweise (Link):

the United Nations is busily repairing damaged roads in Hizballah-controlled areas—roads the IAF bombed specifically to impede Hizballah movement—right in the middle of the war.

 

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