Sendungsbewusstsein

Kritische Auseinandersetzung mit den Medien

Krieg gegen Israel 8 Samstag, 29. Juli 2006

Ein ganz besonderes Kapitel dieses Kriegs ist die Rolle der UNO und persönlich des Generalsekretärs Kofi Annan. Sowohl bei der ersten Story als auch bei der aktuell zweiten Story glänzt Annan durch das Unkenntnis der Sachlage und eine voreilige einseitige Deutung der Ereignisse. Eine unrühmliche Fortsetzung der langen Tradition, wie die UNO Israel behandelt.

Nun sind vier tote Militärbeobachter der UNO beim Einsturz des beschossenen Hauses der Inspektion zu bedauern. Über diese zweite Geschichte haben schon viele geschrieben, ich verweise auf den Bericht von Gudrun Eussner (Link) und auf den redaktionellen Kommentar der „New York Daily News“ (Link), auf das Foto (hier – mit einer lesenswerten Diskussion dazu – und hier) aus dem Buch von Jed Babbin, auf welches der Autor selbst am 18.7.2006 hingewiesen hat (Link), also fast zehn Tage vor dem Zwischenfall. Man sieht sich an die alte Videoaufzeichnung von 2004 erinnert (Link), auch wenn es dabei um die „friedliche Zusammenarbeit“ zwischen der UNO und militanten Palästinensern im Gazagebiet handelte. Weitere Infos sind genauso berauschend (Link).

Eine aufschlussreiche Auflistung der Angriffe der Hisbollah auf Israel seit 2000 bringt Mitchell Bard (Link).

Den Wunsch, dass Israel in diesem Krieg siegt, äußert der Kommentar der Zeitung „Washington Times“ (Link).

For all the blathering about Israel’s „disproportionate“ response in defending itself (and the reality that from a public-relations perspective, it can be good to be a victim), and notwithstanding Americans‘ moral sentiments, they also prefer to be with a winner. Moreover, even Israel’s enemies in the Middle East and Europe begrudgingly respect Israel’s hardwon record of invincibility on the battlefield since her founding.

In the long run, Israel does itself no favors by listening to those — both civilians and military — whose response to state-supported terrorism consists of half-measures that ensure Islamofascists an opportunity to survive and fight another day.

If a large-scale Israeli ground operation proves necessary to do the job against Hezbollah, Mr. Olmert should go forward — with strong support from Washington.

Die „Haaretz“ stellt die Meinungen der führenden Offiziere des israelischen Armeenachrichtendienstes und des Mossad gegenüber, die ziemlich auseinander gehen (Link):

The heads of two Israeli intelligence agencies disagree over how much the IDF assault has damaged Hezbollah, although both say the group has been weakened.

The Mossad intelligence agency says Hezbollah will be able to continue fighting at the current level for a long time to come, Mossad head Meir Dagan said.

However, Military Intelligence chief Amos Yadlin disagrees, seeing Hezbollah as having been severely damaged.

The IDF believes that at least 200 Hezbollah operatives have been killed since the fighting began more than two weeks ago, a military source said Friday.

Both intelligence chiefs agree that Hezbollah remains capable of command and control and still holds long-range missiles in its arsenal, they said at a security cabinet meeting Thursday.

Die „Süddeutsche“ übersetzt heute den jüngst erschienenen Artikel von Alan M. Dershowitz (vom 20.7.2006, Link) und lässt dabei nur ein kleines Fragment aus:

Israel will — and should — take every precaution to minimize civilian casualties on the other side. On July 16, Hasan Nasrallah, the head of Hezbollah, announced there will be new „surprises“ and the Aska Martyrs Brigade said that it had developed chemical and biological weapons that could be added to its rockets. Should Israel not be allowed to pre-empt their use?

Dagegen sieht das Ende des Textes nach einer authorisierten Ergänzung aus, da sie im Original nicht vorhanden ist:

Vor einigen Wochen hatte die israelische Regierung noch angekündigt, sich auch aus weiten Teilen der Westbank zurückzuziehen. Aber wie kann von Israel erwartet werden, damit fortzufahren, wenn es im Gegenzug nur mehr Terrorismus und mehr internationale Verurteilung erhält – bloß weil es Terroristen verfolgt, die die geräumten Gebiete als Abschussrampen benutzen?

Die Diskussion zu dem Text kann man auf der Homepage von Dershowitz lesen (Link).

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