Sendungsbewusstsein

Kritische Auseinandersetzung mit den Medien

Ein Gedanke, auf den ein Qualitätsjournalist nie kommen würde Samstag, 1. August 2009

Filed under: Blogging,Medien — peet @ 11:59 Uhr
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Für einen folgenden Gedanken, genauer gesagt, für seine allgemeine Ausformulierung bin ich Felix Schwenzel dankbar (Link). Für die anderen nicht :-) Zum Beispiel damit bin ich nicht einverstanden:

das doofe ist ja, ich finde werbung auf blogs und in zeitungen und zeitschriften gut. werbung finanziert leute wie heribert prantl, günter wallraff, jens weinreich und ermöglicht ihnen das zu schreiben was wir alle schätzen.

Ich bin gegen die Werbung in Medien, sie macht Zeitungen und andere Medien korrupt. Ausserdem schätze ich nicht alles, was geprantlt wird. Und dazu noch gehe ich davon aus, dass ausgerechnet Wallraff weniger durch die Werbung finanziert wird.

ich glaube zwar, dass die meisten blogger die trennung von werbung und redaktionellen inhalten sehr ernst nehmen, nur funktoniert die wahrnehmung dieser trennung nicht so wie ich und andere werbetreibende blogger sich das vielleicht wünschen. blogs sind (meistens) so persönlich, so abhängig von ihren machern, dass die geschaltete werbung — in der aussenwahrnehmung — zwangsläufig einfluss auf die redaktionellen inhalte hat.

Das trifft die Sache aus meiner Sicht genauer, bzw. entspricht meiner Position. Deswegen bin ich prinzipiell gegen die Werbung in Blogs.

werbung färbt leider ab.

ich bin mittlerweile so weit, dass ich nur noch werbung von unternehmen schalten möchte die ich OK finde und die ich zur not auch verteidigen würde. […] anders gesagt: ich glaube mittlerweile, dass man in blogs nicht keine haltung zu der werbung die bei einem geschaltet ist haben kann. keine haltung zu artikulieren geht auch nicht; man kann als blogger nicht keine haltung kommunizieren. alles in einem einem blog, von der gestaltung der überschriften bis zu auswahl der links, der worte, der kommentarmoderaration, der diskussionsweise drückt eine bestimmte haltung aus. da wirkt es genauso wenig glaubhaft wie die pseudo-distanzierung von links auf externe seiten per „disclaimer“, wenn man behauptet mit der werbung nichts zu tun zu haben, obwohl man sich bewusst dafür entschieden hat.

Korrekt! Ein Blogger ist, denke ich, für den gesamten Kontent seiner Seite ideell verantwortlich, zumindest in der eigenen Reflexion. Leider geht die Diskussion in Kommentaren zum wirres-Posting sowie in dem denselben Text referierenden Blog Zivilschein in eine andere Richtung. Das ist aber nicht so schlimm. :-) Schlimm ist es, wenn Qualitätsjournalisten das Thema gar nicht artikulieren. Und sich korrumpieren lassen.

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