Sendungsbewusstsein

Kritische Auseinandersetzung mit den Medien

Ein neues Buch von Michael J. Totten Samstag, 21. Juli 2012

Filed under: Lesefutter — peet @ 16:53 Uhr
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Michael J. Totten gehört zu den besonders lesenswerten Journalisten, er hat eigenen Blick auf die Dinge, einen besonderen Ton und er berichtet vor Ort. Von ihm soll bald ein neues Buch erscheinen, mit dem Titel „Where the West ends„.

Ein düsteres Fragment daraus über die Reise nach Georgien wurde bei der „National Review online“ gestellt.

Einige Leser empören sich, dass es nicht touristisch verlockend aussieht!

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Weitere Widerlegungen des Goldstone-Reports Sonntag, 21. März 2010

Die Widerlegung des einseitigen, unausgeglichenen Goldstone-Reports dauert. Zusätzlich zu den ersten Texten, die hier verlinkt wurden, weise ich die Interessenten auf die wichtigsten Dokumente hin, die bis dato erschienen sind. So viele sind es auch nicht…

Zunächst einmal die offizielle Erwiderung der israelischen Regierung (Link) vom 30. Januar 2010. Darunter auf der letzten Seite §185 scheint mir besonders wichtig zu sein.
In dem Zusammenhang darf man nicht vergessen, dass die Untersuchungen weiterhin laufen. Ein Beispiel dafür wurde im Februar 2010 publik gemacht (Link). Darunter:

Since the end of Cast Lead, some 140 Military Police cases have been opened and more than 80 Palestinians have been called to testify in Israel. Some of the cases are still ongoing. The IDF assesses that only a handful of indictments will eventually be served.

Die weiteren wichtigen Dokumente sind bei der Seite zugänglich, die von Richard Landes extra dafür initiiert wurde (Link). Besonders empfehlenswert sind darin zwei Texte von R. Landes selbst in zwei Teilen (Link, Link) und eine ausführliche Kritik von Alan Dershowitz (Link). Die letzte wirde mit 27.1.2010 datiert und ist zugleich die früheste. Auch viele andere Materialien sind da zusammengetan.

Interessant ist auch der neueste Text vom iraelischen Intelligence and Terrorism Information Center (Link). Das ist eine komplexe Auswertung zahlreicher Quellen, sehr überzeugend. Am Ende wirds klar:

1. Two of the Goldstone Report’s most serious flaws are its superficiality and reliance
information which is selective, biased, and sometimes fabricated, and in many instances was
provided by Hamas or public figures and institutions operating in the Gaza Strip under Hamas
authority. The Mission used the selective and biased information it received to construct the
false thesis, similar to Hamas propaganda, that Israel deliberately targeted Palestinian
civilians during Operation Cast Lead.
2. Some of the information accessible to the authors of this study was not
available to the Goldstone Mission. However, the Mission systematically ignored
vast amounts of available information which contradicted its central thesis or at least
raised serious questions about its validity. Among other sources of information, there were
more than 100 Intelligence and Terrorism Information Center bulletins.

 

Qualitätsjournalismus bei der Süddeutschen Montag, 24. Dezember 2007

Filed under: Allgemein — peet @ 13:03 Uhr
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Wer noch nicht gelesen hat, soll es nachholen – die ruhig entlarvende Analyse eines Interviews von Bernd Graff, dem inzwischen berühmt gewordenen stellvertretenden Chefredakteur der süddeutsche.de, von Thomas Knüver meisterhaft durchgeführt (Link).

 

Umberto Eco über das Böse Sonntag, 18. November 2007

Filed under: Allgemein — peet @ 11:45 Uhr
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In der Zeitung „Le Figaro“ vom 5.11.2007 lässt sich ein inhaltsreiches Interview mit Umberto Eco geniessen (Link). Der große Essayist hat nach der „Geschichte der Schönheit“ jetzt eine „Geschichte der Hässlichkeit“ geschrieben. Das Buch wird im Gespräch mit Jean-Marc Parisis über die Politik, Geschmäcker etc. vorgestellt. Es geht dabei u.a. um die Zeitwahrnehmung von heute:

Notre époque, avec ses grandes migrations, rappelle peut-être davantage la chute de l’Empire romain, vers l’an 500. L’effondrement des grands empires se poursuit, après la chute de l’empire soviétique, l’empire américain commence à décliner. On pourrait aussi faire un parallèle avec les temps barbares de saint Augustin, comparer l’incendie de Rome aux Twins Towers en feu.

En quoi alors notre époque ne ressemble-t-elle à aucune autre ?

La première réponse qui me vient, c’est la vitesse. Dans une heure, je peux être à Milan. Mais il y a une autre forme d’accélération. La crinoline a duré un siècle, la mode de la minijupe, dix ans. La plume d’oie a servi pendant des siècles, la machine à écrire pendant cent cinquante ans, et moi, je dois changer d’ordinateur très souvent à cause des nouveaux programmes… L’autre caractéristique, conflictuelle avec la première, c’est l’allongement de la durée de la vie. Sous Napoléon, un type qui mourait à 40 ans n’avait connu qu’un changement historique, la Révolution française. Aujourd’hui, on peut avoir assisté à la Seconde Guerre mondiale, à la chute de l’Union soviétique et à l’effondrement des Twins Towers. Nous vivons une vie plus longue, mais plus affolée, qui doit faire face à une succession presque insupportable de changements. Nous y résistons assez bien, mais cela demande une tenue nerveuse incroyable.

 

Ein neuer Artikel von Emanuele Ottolenghi Montag, 15. Oktober 2007

Schon vor mehreren Monaten habe ich Emanuele Ottolenghi meinen Lesern empfohlen (Link), jetzt hat er das selbe Thema („die guten Juden“) aktualisiert (Link). Ist mit einer Übersetzung zu rechnen?

Alfred Grosser, Rolf Verleger et C° – das ist Gute-Nacht-Lektüre für euch.

 

Zwei Texte – einmal alt, einmal neu Sonntag, 12. August 2007

Filed under: Allgemein — peet @ 10:57 Uhr
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Nicht von mir, aber gut. :-)

In der Zeitschrift „New Statesman“ findet man einen (mir bis dato unbekannten) offenen Brief von Arthur Koestler aus dem Jahr 1947 (Link). Ein journalistisches Glanzstück, dazu noch eine klare Darstellung der geschichtlichen Abläufe, vor der Gründung des Staates Israel. Insbesondere wichtig scheint mir darin die Beschreibung der unrühmlichen Rolle der britischen Regierung.

In der Online-Zeitschrift „WordlNetDaily“ entdeckte ich schon wieder einen neuen beeindruckenden Artikel von Aaron Klein (Link). Er berichtet von den schier unüberwindbaren Schwierigkeiten, vor welchen die israelische Regierung steht und hier offensichtlich schon wieder versagt. Kurz nacherzählt: Terroristen werden aus dem Gefängnis entlassen, um den Palästinenser-Präsidenten zu unterstützen. Am nächsten Tag werden sie bei der Vorbereitung der weteren terroristischen Aktivitäten verhaftet, aber sofort wieder auf freien Fuß gesetzt, weil sie auf der Liste von 206 befreiten Terroristen stehen. Ist das aus dem Szenariobuch zur Serie „24“ abgeschrieben?

 

Blogger verstehen Journalisten Sonntag, 29. April 2007

Filed under: Blogging,Lesefutter,Medien — peet @ 23:03 Uhr
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Jan Schmidt hat in dem Bamblog seinen Vortrag zum Thema „Öffentlichkeit im WEB 2.0“ online gestellt (Link). Ein kluger und inhaltsreicher Text. Ich würde sagen, drin ist alles, was zum Thema aktuell zu sagen wäre, inklusive eine selbstredende Tabelle:

Die meisten Blogger, Podcaster oder YouTube-Nutzer wenden sich eben nicht an eine generelle Öffentlichkeit, sondern wollen Gedanken, Informationen und Meinungen mit anderen teilen. „Öffentlich“ heißt im neuen Internet nicht mehr zwangsläufig „gesellschaftsweit relevant“, sondern oft einfach nur: „für alle zugänglich, die es interessiert“. 

Journalisten sind leider noch nicht so weit…